Spirit Airlines kämpft mit erneuten Herausforderungen – Massenhafte Beurlaubungen angekündigt
Die finanziell stark angeschlagene Billigfluggesellschaft Spirit Airlines hat angekündigt, rund 1.800 Flugbegleiter noch in diesem Jahr vorübergehend zu beurlauben. Diese schwierige Entscheidung fiel im Kontext von Spirits zweitem Insolvenzverfahren innerhalb eines Jahres, um die Zahl der Besatzungsmitglieder an die prognostizierte Flugnachfrage anzupassen. Die Fluggesellschaft, die für ihre charakteristischen gelben Flugzeuge und einen schnörkellosen Service bekannt ist, betonte, dass man bemüht sei, die betroffenen Mitarbeiter während dieses Prozesses mit Sorgfalt und Respekt zu behandeln. Erst letzten Monat hatte Spirit Gläubigerschutz unter Chapter 11 beantragt und bekanntgegeben, den Flugbetrieb in rund einem Dutzend US-Städten ab Oktober einzustellen.
Die Gewerkschaft der Flugbegleiter, Association of Flight Attendants, versucht nun, für die beurlaubten Mitarbeiter Vorstellungsgespräche bei anderen Fluggesellschaften zu arrangieren. Bevor allerdings die ungewollten Beurlaubungen greifen, sollen zunächst sechs- bis zwölfmonatige freiwillige Beurlaubungen ab dem 1. November angeboten werden. Spirit, das seinen Sitz in Florida hat, legt Dienste in mehreren US-Städten nieder, einschließlich Albuquerque, Boise und Sacramento. Die finanziellen Turbulenzen, die seit Beginn der COVID-19-Pandemie andauern, drücken weiterhin mit steigenden Betriebskosten und einem auflaufenden Schuldenberg auf die Bilanz der Airline.
Auch frühere Übernahmeversuche durch andere Billiganbieter wie JetBlue und Frontier blieben erfolglos. Mit Blick auf die Zukunft plant die Airline zusätzliche kostensenkende Maßnahmen, wie den Abbau von Pilotenkapazitäten und den Verkauf von Teilen ihrer jungen Flugzeugflotte.

