SPD-Reformen zur Erbschaftsteuer: Scharfer Gegenwind von Arbeitgeberseite
Die jüngsten Reformvorschläge der SPD zur Erbschaftsteuer stoßen in der Wirtschaft auf erheblichen Widerstand. Rainer Dulger, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, kritisiert die Pläne scharf und weist darauf hin, dass die Bundesregierung erst kürzlich erforderliche Steuerentlastungen für Unternehmen beschlossen habe – auch wenn diese erst ab 2028 greifen. Dass nun schon über Steuererhöhungen diskutiert werde, bezeichnet Dulger als 'völlig kontraproduktiv'. Er führt weiter aus, dass der Ansatz der SPD ein grundlegendes Missverständnis über die strukturellen Ursachen der aktuellen Rezession offenbare. Vielmehr müsse der Fokus darauf liegen, wie Deutschland international wieder wettbewerbsfähig gemacht werden könne, anstatt zusätzliche Belastungen für Unternehmen zu schaffen. Insbesondere im Bereich der Unternehmensnachfolge bei mittelständischen Betrieben könnten die Pläne zu noch größeren Herausforderungen führen. Die SPD plant zwar einen neuen Freibetrag von fünf Millionen Euro, um kleinere und mittlere Unternehmen zu entlasten. Doch bereits jetzt formiert sich Widerstand auch von anderer politischer Seite: Die Union hat die Vorschläge bereits rundweg abgelehnt.

