Sparpotenzial durch Wechsel aus Grundversorgung auf Rekordniveau
CHECK24 Presseinformation
München, 15.06.2023 (lifePR) -
- Börsenpreise für Strom und Gas steigen wieder
- Nur rund ein Fünftel der Grundversorger hat beim Strom bzw. Gas Preise gesenkt
„Millionen Haushalte erhalten aktuell Post ihres Grundversorgers mit Preissenkungen",sagt Steffen Suttner, Geschäftsführer Energie bei CHECK24.„Jedoch sollten sich Verbraucher*innen nicht in falscher Sicherheit wiegen: Die Grundversorger haben trotz Preissenkungen nach wie vor mit Abstand die höchsten Preise im Markt. Verbraucher*innen mit einem Grundversorgungsvertrag sollten jetzt aktiv werden und zu einem alternativen Anbieter wechseln. Im Vergleich zur Grundversorgung lassen sich so beim Strom im Schnitt 641 Euro sparen, bei Gas sind es 819 Euro.“
CHECK24 fasst weitere wichtige Entwicklungen der Energiepreisefür Verbraucher*innen zusammen:
Strom
- Stromist so günstig wie seit über einem Jahr nicht –Wechsel zu Alternativversorger spart Musterfamilie durchschnittlich 641 Euro im Jahr
- 86 Strompreiserhöhungen in der Grundversorgung seit Einführung der Preisbremse, 155 Senkungen– nur knapp ein Fünftel der Grundversorger hat Preise gesenkt
- Strompreis an der Börseim Juni 2023 auf niedrigem Niveau – im Vergleich zur Vorwoche jedoch um knapp ein Drittel gestiegen
- Sparpotenzial durch Wechsel aus Grundversorgung im Schnitt bei 819 Euro
- 50 Preiserhöhungen in der Gasgrundversorgungseit Januar 2023,149 Senkungen– nur rund jeder fünfte Grundversorger hat seit Januar 2023 Preise gesenkt
- Börsenpreis für Gasseit Anfang Junium 91 Prozent gestiegen– aktuell bei 44 Euro die Megawattstunde
- Strompreise
– Der Grund: Bei alternativen Versorgern sind bereits 88 Prozent der Tarife günstiger als die Preisbremse.In der Grundversorgung liegen jedoch noch 76 Prozent der Stromtarife über der Strompreisbremse.
–„In der Energiekrise mussten Verbraucher*innen so viel für Strom bezahlen wie nie zuvor“, sagt Steffen Suttner, Geschäftsführer Energie bei CHECK24.„Nun sinken vor allem bei alternativen Versorgern die Preise wieder. Deswegen sollten Kund*innen jetzt aktiv werden und ihren Anbieter wechseln."
– Seit Beginn des Jahres haben86 Grundversorger die Preise erhöht – trotz Strompreisbremse.Betroffen von den Erhöhungen sind rund4,9 Millionen Haushalte.Die Erhöhungen betragen im Schnitt 24 Prozent. Das entspricht Mehrkosten von durchschnittlich425 Euro.
– Seit Januar 2023 gibt es155 Fälle von Strompreissenkungen in der Grundversorgung.Davon profitieren rund3,9 Millionen Haushalte. DieSenkungenbetragen imSchnitt fünf Prozentim Vergleich zum 1.1.2023. Das entspricht einer Ersparnis von durchschnittlich114 Eurobei einem Verbrauch von 5.000 kWh (vierköpfige Familie). Damit habennur knapp ein Fünftel der Grundversorgerdie Preise seit Beginn des Jahres gesenkt.
– DerStrompreis an der Börse(EEX, Day Ahead Auktion volumengewichtet) ist in den vergangenen Monaten stetig gesunken. ImJuni 2023kostet eine Megawattstunde Strom durchschnittlich78 Euro.Seit zwei Wochen steigt der Preis jedoch wieder. So kostete eine Megawattstunde StromAnfang Juni noch 57 Euro. In der vergangenen Woche lag der Preis schon bei 76 Euro. In deraktuellenWochekostet eine Megawattstunde Strom durchschnittlich100 Euro.Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Anstieg von 32 Prozent undzu Anfang Juni von 75 Prozent.
[*]Gaspreise
– Ein Musterhaushalt (20.000 kWh) zahlt beialternativen Versorgernim Juni 2023 im Schnitt1.845 Eurojährlich für Gas – so wenig wie zuletzt im Herbst 2021. Das entspricht einemdurchschnittlichen Preis von9,2 ct. pro kWh. In der Grundversorgung zahlen Verbraucher*innen für dieselbe Menge 2.664 Euro (13,3 ct pro kWh).Ein Wechsel zur günstigen Alternativversorgern spart 819 Euro im Jahr. Damit ist das absolute Sparpotenzial bei Gas so hoch wie noch nie.
– Grund dafür: Bei alternativen Versorgern sind bereits 80 Prozent der Tarife günstiger als die Preisbremse. In derGrundversorgung liegen jedoch noch 90 Prozent der Gastarife über der Gaspreisbremse.
– „Gas war für Verbraucher*innen in den vergangenen Monaten extrem teuer“,sagt Steffen Suttner, Geschäftsführer Energie bei CHECK24.„Nun sind allerdings die Großhandelspreise seit einigen Wochen auf niedrigem Niveau und die alternativen Anbieter reagieren darauf mit günstigen Angeboten für Neukund*innen. Deswegen sollten Verbraucher*innen jetzt aktiv werden und ihren Anbieter wechseln."
– Seit Beginn des Jahres haben50 Grundversorger die Preise erhöht – trotz Gaspreisbremse.Betroffen von den Erhöhungen sind rund1,2 Millionen Haushalte. Die Erhöhungen betragen im Schnitt elf Prozent. Das entspricht Mehrkosten von durchschnittlich257 Euro.
– Seit Januar 2023 gibt es149 Fälle von Gaspreissenkungen in der Grundversorgung.Davon profitieren rund2,1 Millionen Haushalte. DieSenkungenbetragen imSchnitt neun Prozentim Vergleich zum 1.1.2023. Das entspricht einer Ersparnis von durchschnittlich251 Eurobei einem Verbrauch von 20.000 kWh (vierköpfige Familie). Nurein Fünftel der Gasgrundversorgerhat demnach seit der Einführung der Preisbremse ihrePreise gesenkt.
– DerGaspreis imGroßhandel steigt seit Beginn des Monats stetig.Während der Gaspreis an der BörseAnfang Juni mit 23 Euro die Megawattstunde Gas ein Zweijahrestief erreichte, steigt er seitdem stark an. Aktuellkostet die Megawattstunde44 Euro.Das ist einPlus von 91 Prozentim Vergleich zum Beginn des Monats. Grund für den Anstieg ist die Hitzewelle in Asien. Die vermehrte Nachfrage nach LNG-Gas auf dem Weltmarkt zur Stromproduktion lässt die Börsenpreise steigen.

