Spannungen am Golden Gate: Proteste gegen Abschiebungen eskalieren
In der malerischen Küstenstadt San Francisco ist es im Rahmen von Demonstrationen gegen die Rückführung von Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung zu erheblichen Ausschreitungen gekommen. Laut Medienberichten mündete eine zunächst friedliche Versammlung vor einem Gebäude der US-Einwanderungsbehörde ICE in 60 Festnahmen, da die Situation plötzlich kippte. Dies berichtete der lokale CNN-Ableger KGO.
Hunderte Bürgerinnen und Bürger protestierten am Sonntagabend in Kalifornien vehement gegen aktuelle Razzien und Abschiebungen von Migranten ohne gültige Papiere. Doch die Stimmung schlug rasch um, als einige Teilnehmer laut Polizeiangaben begannen, Eigentum zu beschädigen und gewaltsam vorzugehen. Daraufhin erklärten die Behörden das Ereignis zu einer "ungesetzlichen Versammlung", um der Lage Herr zu werden.
Nichtsdestotrotz blieben einige Demonstranten vor Ort und verübten weitere Sachbeschädigungen an Gebäuden und einem Polizeiwagen in anderen Straßenzügen. Dies führte zu den Festnahmen, zudem wurden zwei Beamte verletzt und eine Schusswaffe sichergestellt. Parallel dazu hat die angespannte Situation auch in Los Angeles Konsequenzen: Dort wurden neben der Polizei auch Nationalgardisten eingesetzt, während ein Versammlungsverbot über die Innenstadt verhängt wurde.
Am Wochenende erfolgten 56 weitere Festnahmen am Rand der Proteste.

