Spannung im Nahen Osten: Raketenhagel auf Israel als Vergeltung
In einer dramatischen Eskalation des Nahostkonflikts feuerte die Hamas nach eigenen Bekundungen eine Salve von Raketen auf israelische Städte ab. In einer offiziellen Erklärung der Al-Kassam-Brigaden, dem militärischen Flügel der Hamas, war die Rede davon, dass die abgefeuerten 40 Raketen Zielorte im Norden Israels, darunter Kiriat Schmona und Beit Hillel, getroffen haben sollten. Die Aktion wird als Reaktion auf israelische Militärschläge in den Gazastreifen und gegen libanesische Ziele beschrieben, die zuvor militärische Einrichtungen ins Visier genommen hatten.
Israels Streitkräfte meldeten daraufhin, dass Luftalarm in Kiriat Schmona ausgelöst worden sei. Unter den abgefeuerten Raketen seien rund zehn über die Grenze geschafft und ein Teil davon durch Verteidigungssysteme abgefangen worden. Als Gegenschlag seien die Ursprungsstellen der Raketen im Libanon beschossen worden. Speziell wurde ein Waffenarsenal der Hisbollah, sowie weitere militärische Standorte von Israels Luftwaffe ins Visier genommen. Dies bekräftigte die Nachricht über nächtliche Bombardements israelischer Kräfte auf Produktionsanlagen für Waffen der Hisbollah.
Mit großer Sorge reagierte Joanna Wronecka, Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen, auf die steigenden Spannungen im Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon. Sie appelliert an alle Parteien, die zunehmend bedrohliche Eskalation sofort zu beenden.
Dieser Konflikt ist Teil einer länger anhaltenden Auseinandersetzung, die seit dem Gaza-Krieg nach dem erschütternden Massaker durch die Hamas am 7. Oktober andauert. Regelmäßig kommt es zu gefährlichen Konfrontationen zwischen der israelischen Armee und militanten Fraktionen entlang der libanesischen Grenze. Zwischen der Hamas und der Hisbollah, einer dominanten Schiitenmiliz im Libanon, bestehen enge Bande. Überdies hat die Hamas signifikanten Einfluss in palästinensischen Flüchtlingslagern im Libanon. (eulerpool-AFX)

