SpaceX steigt mit $400 Mrd. Bewertung in Sphären der S&P-Schwergewichte auf
Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX wird bei einer neuen Transaktion mit rund $400 Mrd. bewertet – ein Sprung, der das Unternehmen in die Liga der 20 wertvollsten börsennotierten US-Konzerne hebt. Der Verkauf betrifft Unternehmensanteile von Mitarbeitern im Rahmen eines sogenannten Tender Offer und soll etwa $1 Mrd. einbringen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten.
Der neue Deal bewertet SpaceX-Aktien mit $212 pro Stück. Damit setzt sich der rasante Bewertungsanstieg der vergangenen Jahre fort: Noch Mitte 2023 lag die Unternehmensbewertung bei $210 Mrd., im Dezember kletterte sie im Rahmen einer vorherigen Transaktion auf $350 Mrd. Damals kaufte SpaceX selbst Anteile im Volumen von $500 Mio. zurück.
Mit der neuen Bewertung zieht SpaceX auf Augenhöhe mit börsennotierten Schwergewichten wie Procter & Gamble oder Bank of America. Im Vergleich zu anderen privaten Tech-Giganten liegt das Raumfahrtunternehmen inzwischen gleichauf mit ByteDance und vor OpenAI, das zuletzt mit $300 Mrd. bewertet wurde.
Die Bewertung lässt darauf schließen, dass Investoren mögliche politische Risiken aktuell ausblenden. Nach Musks offener Unterstützung für Donald Trump bei der US-Wahl 2024 – inklusive über $250 Mio. Wahlkampfspenden – kam es zuletzt zum Bruch zwischen beiden. Dennoch scheint das Vertrauen in SpaceX unerschüttert, obwohl die Abhängigkeit des Unternehmens von Regierungsaufträgen potenziell angreifbar bleibt.
Gegründet wurde SpaceX 2002 mit rund $100 Mio. aus Musks PayPal-Verkauf. Der Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, Raumfahrt durch wiederverwendbare Raketen kostengünstiger zu machen und langfristig Technologien zu entwickeln, um Leben auf dem Mars zu ermöglichen. Die starke Nachfrage nach SpaceX-Anteilen unterstreicht die Begeisterung der Investoren für diese Vision – trotz geopolitischer Unwägbarkeiten und eines zunehmend polarisierenden Firmengründers.


