Solarbranche unter Druck: U.S. Senat plant Auslauf von Steuergutschriften
Die amerikanischen Solartitel gerieten im vorbörslichen Handel unter Druck, nachdem ein Senatsausschuss vorgeschlagen hatte, Steueranreize für Solar- und Windenergie bis 2028 vollständig auslaufen zu lassen. Diese Änderung ist Teil einer umfassenden Änderung des Steuer- und Haushaltsgesetzes von Ex-Präsident Donald Trump.
In den frühen Handelsstunden gehörten Aktien des Wechselrichterherstellers Enphase Energy zu den größten Verlierern im S&P 500 und fielen um 17,2% auf 38 USD. Auch Sunrun und SolarEdge Technologies, beide Anbieter von Solarmodulen, erlebten Kursrückgänge von über 20%. First Solar notierte mit einem Minus von 10,5%.
Ein Entwurf des Gesetzes sieht eine schrittweise Reduzierung der Steueranreize vor, die durch das Inflationsbekämpfungsgesetz von 2022 eingeführt wurden. Diese sollen bereits 2026 um 40% gekürzt und 2028 abgeschafft werden. Aktuell würden die Steuergutschriften erst 2032 auslaufen.
Strategen von Citi empfehlen weiterhin den Verkauf von Aufdachsolaranlagen, da die Nachfrage aufgrund hoher Zinsen und Reformen in Kalifornien schwächelt. Die letzten 12 Monate brachten Sunrun einen Verlust von 27% ein, während Enphase Energy um 63% nachgab. Der Invesco Solar ETF verzeichnete einen Rückgang von 22,8%.
Gleichzeitig sollen die Änderungen im Budget die Steueranreize für Wasser-, Kernkraft- und Geothermie bis 2036 verlängern. Aktien von Atomkraft-Firmen wie Nano Nuclear Energy und Oklo stiegen leicht um 2,2% bzw. 2,1%.
Die Abstimmung über das Gesetz, das das Herzstück von Trumps innenpolitischer Agenda bildet, könnte sich aufgrund der unterschiedlichen Versionen in den von Republikanern knapp beherrschten Kammern als kompliziert erweisen.

