So reagierten Politiker auf Wulffs Interview

05. Januar 2012, 23:03 Uhr · Quelle: dpa

Berlin (dpa) - Die Interview-Äußerungen von Bundespräsident Christian Wulff zu seinem Kredit und seinem Anruf bei «Bild»- Chefredakteur Kai Diekmann stellen nicht alle zufrieden. Die Opposition in Berlin kritisiert auch, dass Wulff der Veröffentlichung seiner Worte auf der Mailbox nicht zustimmt.

«Der Präsident stellt sich selber als Opfer dar. Man hat ja fast den Eindruck, man müsste Amnesty International einschalten und auffordern, sich für Herrn Wulff einzusetzen.» (SPD-Rechtsexperte Sebastian Edathy zu N24)

«Wulff hat nur über seine Gefühle geredet, aber keine der Fragen beantwortet, die das Land beschäftigen. Niemand weiß, wie oft und wofür sich dieser Präsident noch wird entschuldigen müssen.» (Grünen-Fraktionschefin Renate Künast in der «Bild»)

«Das Land hat besseres verdient als einen Kreditschnäppchen jagenden Präsidenten, der unliebsame Berichterstattung per Drohanruf unterbinden will.» (Der stellvertretende Linke-Fraktionsvorsitzende Ulrich Maurer)

«Er hat ja nicht mir auf die Mailbox gesprochen. Ich möchte hinzufügen, Gott sei Dank. Aber das heißt, ich kann das jetzt auch nicht entscheiden, welche Variante jetzt die richtige ist.» (SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles im Deutschlandfunk)

«Wenn Frau Merkel ein Interesse hat, dieses scheinheilige Schauspiel zu beenden, dann sollte sie Christian Wulff davon überzeugen, der Veröffentlichung zuzustimmen.» (SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann)

«Ich gedenke nicht, durch eine Rücktrittsforderung diese Opferhaltung, diese Opfergeste von Herrn Wulff zu unterstützen.» (Grünen-Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke zu n-tv)

«Noch immer sind viele Fragen offen. Noch immer verharrt er in seiner Taktik des Aussitzens und des Verharrens. Er hat ein gestörtes Verhältnis zur Presse, zur Wahrheit und zum Geld.» (Linke-Vorsitzende Gesine Lötzsch)

«Ich fürchte, dass wir da noch einige Zeit dran zu kauen haben. Uns allen ist das ja nicht besonders angenehm, aber wir müssen doch die Fakten zur Kenntnis nehmen und können nicht einfach darüber hinweggehen, sondern müssen den Bundespräsidenten an dem nehmen, was er sagt, vor allen Dingen auch, was er nicht sagt.» (Grünen-Bundestagsabgeordnete Christian Ströbele im Deutschlandfunk)

«Die CDU-Vorsitzende haftet für ihren Präsidenten. Die FDP wird sich nicht in diese Haftung nehmen lassen. Ich bin mir sicher: Wenn sich herausstellt, dass Wulff auch bei der zweiten Chance, reinen Tisch zu machen, die Öffentlichkeit nicht wahrheitsgemäß informiert hat, wird die FDP mit einer Stimme Klartext sprechen!» (FDP-Bundestagsabgeordneter Erwin Lotter im Deutschlandfunk)

«Gerade Oppositionspolitiker sollten sich gut überlegen, ob sie bewusst in Kauf nehmen, durch ein Weiterdrehen dieses Themas einen Kratzer in den Lack des Amtes des Bundespräsidenten zu bringen.» (CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt im Interview mit Phoenix)

«Also auch als Schwabe bin ich bereit, sechs sehr gute badische Weißweine und sechs sehr gute württembergische Rotweine darauf zu setzen, dass Christian Wulff in den nächsten Jahren ein sehr guter Präsident Deutschlands bleibt.» (EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) im SWR)

Bundespräsident
05.01.2012 · 23:03 Uhr
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