Primetime-Check: Donnerstag, 30. April 2026

Die letzten Quoten im April - und die Primetime macht, was sie will?
Beginnen wir auch bezüglich des letzten Apriltags bei der Gesamtzuschauerschaft: Diesbezüglich war es das Erste Deutsche Fernsehen mit der neuen Ermittlungs-Reihe Der Saarland-Krimi: Bruder, Liebe, Tod, die die höchste Reichweite holte. Denn die Produktion holte 3,79 Millionen, vorzeigbare 19,0 Prozent ab drei Jahren resultierten daraus. Allerdings verblieb man überraschend deutlich unter der sonst oft angepeilten Fünf-Millionen-Marke. Die Jüngeren waren in ordentlicher Anzahl vertreten – zumindest solide 8,1 Prozent bei 0,27 Millionen wurden gemessen.
Auf einen noch passablen Rang zwei bei allen ist zunächst das Zweite mit der Heimat-Serie Lena Lorenz gelangt. Insgesamt waren ausbaufähige 2,97 Millionen zu noch passablen 14,9 Prozent dabei. In der jüngeren Gruppe wies der Sender durchwachsene 6,0 Prozent durch 0,20 Millionen auf. Bei den 14-49-jährigen bei weitem auf die beste Position kam RTL, wo das erste Freiburg-Halbfinale in der Europa League strahlende Zahlen vorwies. Das Hinspiel setzte die Resonanzen mit Halbzeit eins bereits auf schöne 16,2 Prozent und 0,58 Millionen. Am Gesamtmarkt 2,72 Millionen zu ebenfalls klar überdurchschnittlichen 13,3 Prozent sahen zunächst zu. Die zweite Halbzeit ab 22.00 Uhr steigerte sich noch weiter auf 0,78 Millionen Jüngere bei ganz starken 23,4 Prozent. Insgesamt gings auch deutlich hoch auf klasse 18,9 Prozent durch 3,24 Millionen, womit man nachträglich das ZDF mit der zweithöchsten Primetime-Reichweite hinter der ARD überholte.
Der Sender ProSieben verließ im Gegenzug mit Germany's Next Topmodel sein Formhoch, weil bei der Ausstrahlung gesunkene, aber noch d'accord gehende 13,5 Zielgruppen-Prozent (0,46 Millionen) herauskamen. Am Gesamtmarkt mobilisierte das Casting 1,07 Millionen zu mäßigen 5,6 Prozent. Vorzeigbar für eigene Verhältnisse war Vox zugegen, wo der erste Teil von Der Teufel trägt Prada programmiert wurde. Vitale 9,3 Prozent (0,32 Millionen) standen auf dem Tableau. Insgesamt ließen 1,11 Millionen zu 5,7 Prozent ein ordentlich überdurchschnittliches Ergebnis zu.
Im Hause Kabel Eins war man mit einer neuen Folge Morlock Motors gegen die gesteigerte Konkurrenz solide unterwegs: Der Anteil kam auf respektable 6,8 Prozent durch 0,23 Millionen in der Zielgruppe, eine Wiederholung steigerte sich anschließend gar auf spritzige 8,0 Prozent. Übergeordnet waren 0,60 Millionen (schmale 3,0 Prozent) anwesend. Mit seinen Resultaten hadern musste dahinter das eigentlich größere Sat.1, wo Das 1% Quiz bei den Jüngeren mit 5,9 Prozent keinen Blumentopf gewann. Verfolgen wollten die Ausgabe bloß 0,20 Millionen 14-49-Jährige. Inklusive der Älteren ließen sich immerhin 1,12 Millionen bei akzeptablen 5,7 Prozent ansprechen. Extrem abgeschlagen fand sich RTLZWEI mit Mensch Retter wieder. Die Notfall-Dokusoap brachte folglich nur schmerzhafte 2,4 Zielgruppen-Prozent zu äußerst geringen 0,08 Millionen. Mit Bezug zur älteren Zuschauerschaft lassen sich zudem bloß Größenordnungen von blutleeren 1,8 Prozent bei maximal 0,34 Millionen konstatieren.

