Siemens und Nvidia: Ein Quantensprung in der KI-Zusammenarbeit
Die strategische Partnerschaft zwischen dem deutschen Industriekonzern Siemens und dem US-amerikanischen Chipgiganten Nvidia erfährt eine bedeutsame Vertiefung im Bereich Künstliche Intelligenz. Auf der Technikmesse CES präsentierten die CEOs Roland Busch von Siemens und Jensen Huang von Nvidia eine Reihe von Initiativen, die darauf abzielen, KI nicht nur zur Simulation und Designanpassung zu nutzen, sondern ihre Anwendung verstärkt in die physische Realität zu überführen. Jensen Huang beschrieb die Entwicklungen als den "Beginn einer neuen industriellen Revolution".
Eine der herausragenden Innovationen ist der "Digital Twin Composer", ein Tool zur Erstellung digitaler Zwillinge, die physikalisch korrekte, virtuelle Abbilder von Fabriken und Produkten bieten. Diese Lösung ermöglicht es Ingenieuren, Fabriken in Echtzeit zu simulieren, Roboter virtuell zu trainieren und Probleme zu lösen, bevor der Bau der physischen Fabrik beginnt.
Die beiden Unternehmen verfolgen das ehrgeizige Ziel, eine Art Betriebssystem für den Einsatz von KI in der Industrie zu etablieren. Siemens bringt sein umfassendes Wissen über industrielle Prozesse, Automatisierungshardware und Software in die Partnerschaft ein, während Nvidia die notwendige KI-Infrastruktur und eine leistungsfähige Simulationsplattform zur Verfügung stellt.
Ein weiterer Innovationsschritt ist die Zusammenarbeit zwischen Siemens und Meta, ehemals bekannt als Facebook, bei der Entwicklung intelligenter Brillen. Diese Brillen sollen in der Lage sein, Industriearbeitern KI-gestützte Anweisungen direkt ins Sichtfeld oder ins Ohr zu übermitteln, während sie an Maschinen arbeiten. Mit diesen Vorstößen betont Siemens seine Rolle als technologischer Vorreiter für industrielle KI und digitalisierte Produktion, und vollzieht damit den Wandel vom klassischen Maschinenbauer hin zu einem "Tech-Partner für KI in der realen Welt".

