Siemens stärkt mit Dotmatics-Übernahme seine Position im Life Sciences-Markt
Der Münchner Technologiekonzern Siemens hat bekannt gegeben, dass er den in Boston ansässigen Softwareanbieter Dotmatics, spezialisiert auf Forschungs- und Entwicklungsanwendungen im Bereich Life Sciences, für 5,1 Milliarden US-Dollar übernimmt. Diese strategische Akquisition, zuvor von Bloomberg berichtet, erweitert den adressierbaren Markt für Siemens um beeindruckende 11 Milliarden US-Dollar.
Dotmatics wird bis zum Geschäftsjahr 2025 voraussichtlich mehr als 300 Millionen US-Dollar Umsatz generieren und dabei mit einer bereinigten EBITDA-Marge von über 40 Prozent außergewöhnlich profitabel arbeiten. Zudem soll die Übernahme mittelfristig jährliche Umsatzsynergien von etwa 100 Millionen US-Dollar erschließen, die sich langfristig auf über 500 Millionen US-Dollar pro Jahr steigern könnten.
Siemens-CEO Roland Busch betonte, dass die Ergänzung durch Dotmatics die strategische Position von Siemens im Life Sciences-Sektor entscheidend festige. Das Unternehmen schafft so ein weltweit führendes, KI-gestütztes Software-Portfolio zur Optimierung des Produktlebenszyklus innerhalb des Siemens Xcelerator Programms.
Laut Finanzchef Ralf Thomas erfolgt die Finanzierung des Kaufs vorwiegend durch den Verkauf von Anteilen an börsennotierten Firmen, darunter Siemens Healthineers. Die Börsen reagierten gelassen auf diese Nachricht. Auf Tradegate verzeichnete die Siemens-Aktie einen minimalen Anstieg von einem Viertelprozent im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs, während die Aktien von Siemens Healthineers und Siemens Energy leicht nachgegeben haben.

