Sicherheit in der Luftfahrt: Ein Überblick über die aktuelle Lage

Die neuesten Zahlen des Aviation Safety Network, präsentiert durch den Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, zeigen, dass im vergangenen Jahr 418 Menschen bei Unfällen im zivilen Luftverkehr ums Leben kamen. Zu den Verstorbenen zählten 352 Passagiere, 33 Crewmitglieder und 33 Personen am Boden. Im Jahr 2024 belief sich die Anzahl der Todesopfer auf 334, was einen sprunghaften Anstieg darstellte. Trotz kurzfristiger Schwankungen bestätigen langfristige Trends einen Rückgang der Opferzahlen im Verhältnis zur wachsenden Passagierzahl.
So liegt die statistische Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Flugzeugunfalls bei 1 zu 11.459.330, was einen dramatischen Fortschritt gegenüber den 1970er-Jahren darstellt, als das Risiko bei 1 zu 264.000 lag. Die Luftfahrt hat sich seitdem erheblich entwickelt: Prognosen der UN-Luftfahrtorganisation ICAO zufolge reisten im Jahr 2025 etwa 4,7 Milliarden Menschen per Flugzeug, verglichen mit nur rund 440 Millionen in den 1970er-Jahren. Dabei werden in den Statistiken Unfälle von Flugzeugen mit mindestens 14 Sitzplätzen betrachtet. In Deutschland blieb der Flugverkehr im letzten Jahr unfallfrei.
Das schwerste Unglück ereignete sich in Ahmedabad, Indien, mit einer Boeing 787 Dreamliner von Air India, bei dem 229 Passagiere und 12 Crewmitglieder starben. Derzeit laufen Untersuchungen über den plötzlich aufgetretenen Schubverlust der Triebwerke. Eine Analyse des Hamburger Flugsicherheitsbüros Jacdec und des Magazins 'Aero International' hebt die arabischen Fluggesellschaften Etihad, Emirates und Qatar als besonders sicher hervor. Die Lufthansa konnte sich im internationalen Vergleich um einen Platz auf den zwölften Rang verbessern. Diese Bewertungen berücksichtigen Faktoren wie Unfalldaten, Qualität der staatlichen Aufsicht und Umstände des sozioökonomischen Umfelds.

