Shuhei Yoshida verhinderte Scheitern von Gran Turismo
Ein bislang unbekanntes Detail aus der Frühzeit der Videospielgeschichte rückt Shuhei Yoshida, langjähriger Präsident der Sony Interactive Entertainment Worldwide Studios, ins Rampenlicht: In einem aktuellen Interview mit PlayStation Inside berichtet Yoshida, wie er nach eigenen Angaben entscheidend dazu beigetragen habe, das erste Gran Turismo (PS1) vor dem Scheitern zu bewahren.
Der heutige Branchenveteran blickt dabei auf eine frühe Phase der PlayStation-Ära zurück, in der das prestigeträchtige Rennspiel beinahe an seinem eigenen Anspruch gescheitert wäre. Kazunori Yamauchi, der kreative Kopf hinter Gran Turismo, verfolgte damals das Ziel, ein möglichst realitätsnahes Fahrverhalten zu simulieren - mit der Konsequenz, dass selbst geübte Spieler in ersten Tests reihenweise an einfachen Kurven scheiterten.
Yoshida, damals Produzent, äußerte früh Bedenken. Doch erst eine Testreihe mit rund 30 Spielern bestätigte seine Einschätzung: Niemand konnte das Spiel steuern, ohne sofort zu verunglücken.
Erst danach willigte Yamauchi ein, die Fahreigenschaften zugänglicher zu gestalten. Damit entstand der Grundstein für den späteren weltweiten Erfolg der Gran Turismo-Reihe, die als "realistische Fahrsimulation" ein neues Genre definierte - allerdings in einer spielerfreundlicheren Form. Yoshida bezeichnet diesen Eingriff heute als kleinen, aber entscheidenden Beitrag zur Rettung des Projekts.
Nach 31 Jahren bei Sony, in denen er maßgeblich an der Einführung der PlayStation beteiligt war und zwischen 2008 und 2019 das weltweite Studio-Netzwerk leitete, verließ Yoshida das Unternehmen im Januar.

