Selenskyj verknüpft Waffenlieferungen mit Friedensperspektiven
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einer aktuellen Ansprache die Bedeutung weitreichender Waffen für eine zügige Lösung des Abwehrkriegs gegen Russland betont. Je erfolgreicher die Ukraine ihre militärischen Ziele mit modernen Waffensystemen durchsetze, desto näher rücke der angestrebte Frieden, so der Präsident. Kiew sei daher bestrebt, die Produktion von Raketen und Drohnen mit großer Reichweite zu intensivieren.
Bereits erzielte militärische Erfolge gegen die russische Ölindustrie, so erklärte Selenskyj, hätten das Potenzial, die Versorgungslinien des russischen Militärs empfindlich zu stören und die finanziellen Ressourcen des Kremls zu schwächen. Diese Strategie führte laut Selenskyj zu einem erheblichen Benzindefizit in Russland, das die Kriegskosten in die Höhe treibe und Präsident Wladimir Putin zu Verhandlungen zwingen könnte.
Besondere Aufmerksamkeit schenkt Selenskyj der Bitte um amerikanische Marschflugkörper vom Typ Tomahawk, die Reichweiten von bis zu 2.500 Kilometern aufweisen. Diese könnten der Ukraine ermöglichen, strategisch wichtige Ziele auch im fernen Osten Russlands zu treffen. Obwohl Selenskyj diese Forderung nicht explizit wiederholte, rief er die ukrainische Diplomatie dazu auf, ihre Bemühungen um internationale Unterstützung zu intensivieren.

