Selenskyj drängt auf stärkeren internationalen Druck gegen Russland
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ruft die internationale Gemeinschaft eindringlich dazu auf, mehr Druck auf Russland auszuüben, um den andauernden Angriffskrieg zu beenden. Laut Selenskyj zeigt der Kremlchef Wladimir Putin bisher keine Anzeichen von Veränderungsbereitschaft. In einem Interview betonte der ukrainische Präsident, dass der derzeitige Druck nicht ausreichend sei.
Selenskyj hob hervor, dass vor allem führende Mächte wie die USA mehr Engagement zeigen müssten, jedoch auch Länder wie China und verschiedene Staaten des Globalen Südens sich zurückhielten. Diese Äußerungen erfolgten im Rahmen seines Berlin-Besuchs, wo er die westlichen Nationen aufforderte, aktiver zu werden.
Der ukrainische Präsident sieht eine sofort verfügbare Lösung in der Einleitung eines Waffenstillstands, der den Weg für dauerhaften Frieden ebnen könne. Langfristig sei jedoch ein gerechter Frieden erst nach Putins Ära in Aussicht. Selenskyj beschreibt den Konflikt mit Russland als einen Generationenkonflikt, der vom älteren Putin heraufbeschworen wurde.
In Bezug auf Deutschland sieht Selenskyj eine Schlüsselrolle sowohl in diplomatischen Verhandlungen als auch beim Wiederaufbau der Ukraine. Dies betonte er im Kontext eines guten Verhältnisses zum neuen Bundeskanzler Friedrich Merz. Seit über drei Jahren verteidigt sich die Ukraine gegen die russische Invasion, und Selenskyj hofft auf eine intensivere Unterstützung von Seiten der internationalen Gemeinschaft.

