Selbstabschiebungsprogramm: Trumps neuer Plan zur Migrationspolitik
US-Präsident Donald Trump hat kürzlich in einem Interview mit dem spanischsprachigen Ableger seines bevorzugten Senders Fox News ein selbst initiiertes Abschiebungsprogramm vorgestellt. Mit einem gewissen Enthusiasmus offenbarte er der Moderatorin Rachel Campos-Duffy ein Konzept der Selbstabschiebung, das, wie er behauptete, bislang unverkündet sei. Dabei existiert bereits seit März eine entsprechende App, die Migranten zur Registrierung auffordert, was den Bekanntheitsgrad dieser Initiative infrage stellt.
Trump räumte ein, dass noch unklar sei, wie die USA eine stärkere Teilnahme an diesem Programm fördern könnten, indem er finanzielle Anreize oder Flugtickets als mögliche Optionen ansprach. Ein zukünftiges Programm soll auch sicherstellen, dass "gute" Migranten die Möglichkeit erhalten, zur Arbeit in die USA zurückzukehren.
Trotz des Engagements der Trump-Regierung verläuft der Prozess der Abschiebungen langsamer als erwartet. Nach einem Bericht von NBC haben die Daten der Einwanderungs- und Zollbehörde im März gezeigt, dass etwas über 12.300 Einwanderer abgeschoben wurden. Im Vergleich dazu wurden im März des Vorjahres, unter der Regierung von Trumps Vorgänger Joe Biden, rund 12.700 Abschiebungen registriert.

