Schweizer Wintersportorte verschärfen Brandschutzmaßnahmen: Konsequenzen aus Crans-Montana

Nach der verheerenden Brandkatastrophe in Crans-Montana richten zwei prominente Schweizer Wintersportdestinationen, Adelboden und Lauterbrunnen, ihr Augenmerk verstärkt auf die Brandschutzvorkehrungen. Im Vorfeld der anstehenden Ski-Weltcuprennen betonten örtliche Politiker im Schweizer Radio SRF die Verantwortung der Gastronomiebetriebe für die Sicherheit der Besucher.
In Erinnerung bleibt die tragische Silvesternacht in Crans-Montana, bei der ein Brand in einer Bar 40 junge Menschenleben forderte und etwa 120 weitere Personen teils schwer verletzte. Frühere Ermittlungen deuten darauf hin, dass eine Partyfontäne den fatalen Brand auslöste, indem sie Deckenmaterial entzündete.
Auch in Frankreich reagiert die Politik. Der Polizeipräfekt von Paris kündigte forciert Kontrollen in Bars und Clubs der Hauptstadt an, um die strikte Einhaltung von Brandschutzvorschriften zu sichern, nachdem auch französische Staatsbürger unter den Opfern waren.
Der Schweizer Präsident Guy Parmelin, Mitglied der SVP, kommentierte im SRF, dass viele Gastronomiebetriebe in der Schweiz von sich aus beschlossen hätten, auf Pyrotechnik in Innenräumen zu verzichten. Ein offizielles Verbot sei nicht erforderlich, da die erforderlichen Maßnahmen eigenständig ergriffen würden.
In Adelboden sind umfassende Kontrollen der Lokalitäten geplant, bevor die Riesenslalom- und Slalomrennen stattfinden, um mögliche Gefahren zu identifizieren und auszuräumen, erklärte Willy Schranz, der Gemeinderatspräsident. Auch in Lauterbrunnen, Austragungsort der Weltcuprennen in Wengen, sollen Gastwirte gemäß den Anweisungen von Gemeinderatspräsident Karl Näpflin sicherstellen, dass Fluchtwege ungehindert bleiben und keine feuergefährlichen Materialien in den Räumlichkeiten vorhanden sind.

