Schweizer Ruag plant erneuten Panzer-Verkauf: Gesprächsrunden mit Rheinmetall
Der Schweizer Rüstungskonzern Ruag wagt nach einem zuvor gescheiterten Verkauf von Kampfpanzern in Richtung Deutschland einen weiteren Anlauf. Bestätigt durch den Schweizer Sender SRF, führt das Unternehmen derzeit Verhandlungen im Hinblick auf 'die Möglichkeit eines Verkaufs'. Details zu den Gesprächen lässt der Konzern jedoch unbeantwortet.
Laut SRF plant Ruag, erneut 96 Leopard-1-Panzer, die aktuell in Italien gelagert werden, an den deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall zu veräußern. Ein ähnlicher Versuch vor zwei Jahren, die Panzer für die Ukraine zu verkaufen, scheiterte an der Schweizer Regierung, die 2023 aufgrund der gelebten Neutralitätspolitik des Landes den Export stoppte.
In der neuen Verkaufsverhandlung hat das deutsche Unternehmen zugesichert, dass die Panzer nicht für den Einsatz in der Ukraine vorgesehen sind. Stattdessen könnten sie als Ersatzteillager dienen. Ruag habe bereits das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) um Zustimmung für den Verkauf ersucht, so SRF. Die Panzer, ursprünglich 2016 durch Ruag aus den Beständen der italienischen Armee erworben, befinden sich zurzeit auf einem Areal in Norditalien.

