Schweizer Bank Pictet wegen Geldwäsche zu Millionenstrafe verurteilt
Der Schweizer Generalstaatsanwalt hat einem früheren Vermögensverwalter der Bank Pictet eine sechsmonatige Bewährungsstrafe auferlegt. Darüber hinaus wurde die Privatbank selbst zu einer Geldstrafe von zwei Millionen Schweizer Franken verurteilt.
Der Vorwurf: Pictet habe keine angemessenen Maßnahmen ergriffen, um Transfers von Konten eines brasilianischen Beamten zu unterbinden, die darauf abzielten, deren kriminellen Ursprung zu verschleiern. In einer Stellungnahme erklärte Pictet, dass der Fall, der mehrere Finanzinstitute betrifft, für sie abgeschlossen sei.
Die Bank betonte jedoch, dass dies weder ein Schuldeingeständnis noch eine Haftungsübernahme darstelle und keinen Bezug zu ihren Geschäftsbereichen Vermögensverwaltung, Asset Servicing oder alternative Anlagen habe. Die fraglichen Zahlungen erfolgten zwischen Juni 2010 und Mai 2013 von einem Konto, das im Namen einer Offshore-Gesellschaft geführt wurde.
Der wirtschaftlich Berechtigte dieses Kontos war ein Angestellter des brasilianischen staatlichen Ölkonzerns Petrobras. Der frühere Pictet-Vermögensverwalter genehmigte in dieser Zeit Überweisungen auf Konten in der Schweiz und im Ausland in Höhe von insgesamt über 4,1 Millionen US-Dollar.

