Schwankende Märkte: Börsen-Puzzle zwischen Handelsverhandlungen und Unternehmensmeldungen
Die New Yorker Aktienmärkte zeigten sich zum Wochenstart noch unentschlossen und haben auch am Dienstag ihre klare Richtung nicht gefunden. Wichtigster Diskussionspunkt bleibt der anhaltende Handelsstreit zwischen China und den USA, dessen Beilegung derzeit auf der Agenda beider Wirtschaftsmächte steht. Vertreter treffen sich in London, um durch Verhandlungen Fortschritte zu erzielen. Die Unsicherheit über den Ausgang dieser Gespräche lässt Anleger zögern, eine definitive Anlagestrategie zu verfolgen.
Die Aktienindizes verzeichneten am Dienstag ein gemischtes Bild: Der Dow Jones Industrial notierte geringfügig niedriger mit einem Minus von 0,02 Prozent und stand bei 42.755 Punkten. Der S&P 500 hingegen verzeichnete ein Plus von 0,24 Prozent und erreichte 6.020 Punkte, während der Nasdaq 100, geprägt von Technologiefirmen, ebenfalls um 0,24 Prozent auf 21.850 Punkte anstieg. Die entwickelnde Verhandlungssituation setzt beide Nationen unter Druck, wie Finanzmarktstratege Thomas Meißner kommentierte. Dennoch verlangsamen die Verhandlungen den Verkaufsdruck auf die Märkte.
Ulrich Urbahn von der Privatbank Berenberg glaubt, dass die Märkte aktuell etwas überkauft sind, aber größere Kursstürze bleiben unwahrscheinlich, da viele Investoren noch nicht stark engagiert sind. Kommt es zu einer Kurskorrektur, wäre ein dramatischer Rückgang weniger wahrscheinlich, so Urbahn.
Unter den Technologiewerten strahlte Tesla mit einem Kursgewinn von 2,1 Prozent. Die Aktien erholen sich weiter von vorangegangenen Verlusten, die durch den Konflikt zwischen US-Präsident Trump und Elon Musk entstanden sind. Auch Apple präsentierte sich mit einem Anstieg um 0,8 Prozent positiv. Der Elektronikkonzern zeigte damit eine leichte Erholung nach verhaltenen Reaktionen auf seine Entwicklerkonferenz. Analyst Amit Daryanani sieht keine großen Änderungen in der Bewertung der Aktie.
Nike setzte sich im Dow mit einem Kursplus von 2,2 Prozent an die Spitze. Angetrieben von positiven Signalen aus China, deuteten Analysten auf eine Verbesserung im chinesischen Markt hin, auch wenn eine Trendwende noch nicht bestätigt ist. Dagegen geriet T-Mobile US nach Berichten über den möglichen Rücktritt von CEO Mike Sievert mit einem Minus von 1,2 Prozent unter Druck, da dies bei Investoren möglicherweise skeptisch aufgenommen wird.
Unbeeindruckt zeigten sich die Impfstoffhersteller angesichts der Änderungen innerhalb der US-Gesundheitsbehörde. Während Biontech Aktien 0,1 Prozent zuzulegen vermochten, musste Moderna einen leichten Rücksetzer um 0,1 Prozent hinnehmen.

