Schwächelnde Rekordjagd: Gemischte Gefühle an den US-Börsen
Nach einer beeindruckenden Phase stetiger Höchststände kam es am Dienstag an den US-Börsen zu einem leichten Rückgang. Der umfassende Index S&P 500 und der technologieorientierte Nasdaq 100 verzeichneten zu Beginn des Handelstages neue Höchstwerte, verloren im weiteren Verlauf jedoch ihre Gewinne.
Der S&P-500-Index ging mit einem Minus von 0,30 Prozent auf 6.370,86 Zähler aus dem Handel. Auch der Nasdaq 100 verzeichnete einen Rückgang um 0,21 Prozent auf 23.308,30 Punkte. Der Dow Jones Industrial, der führende Leitindex, sank um 0,46 Prozent auf 44.632,99 Punkte.
Diese Entwicklungen könnten mit den schleppenden Verhandlungsfortschritten zwischen den USA und China bezüglich einer möglichen Verlängerung der Zollpause zusammenhängen. Bislang haben sich beide Länder nicht auf eine Verlängerung festlegen können, und die aktuell gültige Pause endet am 12. August.
Der Dow Jones wurde zusätzlich durch Kursverluste bei Merck, Unitedhealth und Boeing belastet. Insbesondere Unitedhealth enttäuschte die Anleger mit seinen Gewinnprognosen für 2025, was zu einem Kursrutsch von 7,5 Prozent führte.
Merck sieht sich in China einem erheblichen Rückgang der Nachfrage nach seinem Impfstoff Gardasil gegenüber. Der bestehende Lieferstopp wird bis mindestens zum Jahresende fortgesetzt, der Aktienkurs fiel um 1,7 Prozent. Boeing verzeichnete zwar verbesserte Auslieferungszahlen, dennoch nahmen die Investoren Gewinne mit, und die Aktie verlor 4,4 Prozent.
Besonders heftig traf es die Aktien von United Parcel Service, die um fast 11 Prozent fielen. Das Unternehmen hatte aufgrund anhaltender makroökonomischer Unsicherheiten keine Prognose für das laufende Jahr abgegeben. Auch bei Spotify und Paypal gab es deutliche Rückgänge um fast 12 Prozent bzw. 8,7 Prozent aufgrund von Wachstumsverlangsamungen.
Währenddessen sorgten Übernahmegerüchte für Bewegung an den Märkten. Die Aktien von Chart Industries sprangen um fast 16 Prozent, nachdem Baker Hughes eine Übernahme des Unternehmens für 13,6 Milliarden US-Dollar in Erwägung zog, woraufhin Baker Hughes um 1,7 Prozent nachgab.
Ein weiteres Highlight bildete die potenzielle Übernahme des Israelischen Cybersecurity-Anbieters Cyberark durch Palo Alto Networks, die den Aktienkurs von Cyberark auf ein neues Rekordhoch trieb. Am Tagesende betrug der Gewinn noch 13,5 Prozent, während Palo Alto um 5,2 Prozent nachließ.

