Schutzsuchende in Deutschland: Einblick in die aktuelle Statistik
Die Zahl der Schutzsuchenden in Deutschland hat zum Jahresende 2024 die Marke von rund 3,3 Millionen Menschen erreicht, was einem Anstieg um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser Zuwachs, dokumentiert vom Statistischen Bundesamt, basiert auf Einträgen im Ausländerzentralregister, die Menschen erfassen, die aufgrund völkerrechtlicher, humanitärer oder politischer Gründe Schutz suchen.
Eine auffällige Mehrheit der Schutzsuchenden stammt aus Asien und Europa, wobei Ukrainerinnen und Ukrainer mit rund einer Million Menschen die größte Gruppe darstellen. Dicht gefolgt sind sie von syrischen, afghanischen, irakischen und türkischen Staatsangehörigen. Auch aus Afrika kamen viele Menschen nach Deutschland, während aus Nord- und Südamerika lediglich eine kleinere Anzahl Schutz suchte.
Ein detaillierter Blick auf die Altersverteilung und Aufenthaltsdauer zeigt, dass die Schutzsuchenden im Durchschnitt knapp 32 Jahre alt sind und seit etwa 6,5 Jahren im Land leben. Bemerkenswerte Unterschiede gibt es in der Geschlechtsverteilung und im Durchschnittsalter je nach Herkunftsland. Ukrainische Schutzsuchende sind überwiegend weiblich und durchschnittlich älter, während Syrer und Afghanen meist männlich und jünger sind.
Ein Großteil dieser Menschen (82 Prozent) besitzt einen humanitären Aufenthaltstitel, was ihnen einen anerkannten Schutzstatus ermöglicht. Jedoch gab es zum Jahresende noch 427.000 Schutzsuchende mit offenem Schutzstatus. Die Zahl der ausreisepflichtigen Menschen, darunter Geduldete, nimmt ab - eine Entwicklung, die mit der Einführung des Chancen-Aufenthaltsrechts in Verbindung stehen könnte, welches einigen Schutzsuchenden eine langfristige Perspektive bietet.

