Saudi-Arabien steigt bei Capcom ein – EGDC kauft 5%-Anteile nach Resident Evil Requiem-Erfolg
Capcom erlebt gerade einen echten Höhenflug und genau das bleibt auch international nicht unbemerkt. Nach dem riesigen Erfolg von Resident Evil Requiem steigt jetzt ein neuer Großinvestor ein: Saudi-Arabiens Electronic Gaming Development Company (EGDC).
Laut einem Bericht des japanischen Mediums GameBiz hat sich die EGDC 5,03 Prozent der Capcom-Aktien gesichert. Das entspricht rund 26,7 Millionen Anteilen am Unternehmen. Die Beteiligung wurde offiziell bei der Finanzaufsicht in Japan gemeldet und bestätigt.
Hinter der EGDC steht Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman, der über die Misk Foundation indirekt Einfluss auf das Unternehmen ausübt. Die Organisation wurde ursprünglich gegründet, um Projekte in Bildung, Medien und Kultur zu fördern, inzwischen spielt auch Gaming eine immer größere Rolle.
Resident Evil Requiem treibt Capcom nach oben
Der Zeitpunkt des Investments kommt nicht zufällig. Mit Resident Evil Requiem hat Capcom einen der größten Erfolge der letzten Jahre gelandet. Das Spiel konnte laut aktuellen Zahlen über 6 Millionen Einheiten in weniger als einem Monat verkaufen. Damit setzte die Reihe neue Maßstäbe innerhalb der eigenen Franchise und zeigt, wie stark die Marke weiterhin ist.
Für Investoren ist genau das entscheidend. Starke Verkaufszahlen bedeuten stabile Einnahmen und machen ein Unternehmen wie Capcom besonders attraktiv. Und das nächste große Line-up steht bereits in den Startlöchern.

Resident Evil Requiem sorgt für starke Absatzzahlen und rückte Capcom in den Fokus von Investoren. – Bild: Capcom
Weitere große Spiele stehen bereits an
Capcom plant auch für die kommenden Monate mehrere wichtige Veröffentlichungen. Mit Titeln wie Pragmata und Onimusha: Way of the Sword will das Unternehmen seinen aktuellen Erfolg weiter ausbauen. Gerade in einer Phase, in der viele Publisher mit Unsicherheiten kämpfen, wirkt der japanische Publisher/Entwickler aktuell stabil und wachstumsstark. Das dürfte einer der Hauptgründe sein, warum sich Investoren verstärkt für das Unternehmen interessieren.
Der Einstieg bei Capcom ist kein Einzelfall. Saudi-Arabien investiert seit einigen Jahren massiv in die Gaming-Industrie. Die EGDC hatte bereits 2022 große Teile des Publishers SNK übernommen und hält inzwischen eine dominierende Beteiligung an dem Unternehmen.
Wichtig ist dabei: Die EGDC ist nicht identisch mit dem ebenfalls bekannten Public Investment Fund (PIF). Dieser sorgte zuletzt für Schlagzeilen durch einen möglichen Mega-Deal rund um Electronic Arts. Berichten zufolge könnte Saudi-Arabien dort eine Mehrheitsbeteiligung von über 90 Prozent anstreben. Sollte dieser Deal tatsächlich abgeschlossen werden, wäre es eine der größten Übernahmen in der Geschichte der Gaming-Branche.


