SAP-Schockwellen im Dax: Wie Tech-Giganten den Markt bewegen
Die Erschütterungen am deutschen Aktienmarkt waren am Donnerstag deutlich zu spüren, als die SAP-Aktie nach enttäuschenden Quartalszahlen tief im Minus eröffnete. Der Software-Riese musste zum Handelsbeginn einen massiven Kursverlust von rund 12 Prozent auf 173 Euro hinnehmen und notierte damit auf einem Tiefststand seit Mitte 2024. Verantwortlich für diesen heftigen Rückgang sind enttäuschte Erwartungen im Wachstumsbereich der Cloudsoftware, die selbst durch ein geplantes, umfangreiches Aktienrückkaufprogramm nicht gemildert werden konnten.
Während SAP den Dax mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 24.631 Punkte belastete, zeigte der MDax der mittelgroßen Börsenwerte eine positive Entwicklung und kletterte um 0,4 Prozent auf 31.750 Zähler. Auch der EuroStoxx 50 konnte mit einem Plus von ca. 0,3 Prozent punkten.
Im Finanzsektor gab die Deutsche Bank trotz eines Rekordergebnisses im Jahr 2025 um 2,3 Prozent nach. Die guten Zahlen, die ein Vorsteuerergebnis von 9,7 Milliarden Euro und eine erhöhte Dividende von 1,00 Euro pro Aktie umfassen, wurden von Ermittlungen wegen Verdachts der Geldwäsche überschattet. Positiver verlief der Tag für die Deutsche-Bank-Tochter DWS, deren Aktien auf ein Rekordhoch stiegen und zuletzt ein Plus von 7,9 Prozent verzeichneten.
Im Technologiesektor konnte Nemetschek mit einem Umsatzsprung auf über eine Milliarde Euro aufwarten, doch auch hier bröckelten die Anfangsgewinne schnell ab. Siemens hingegen profitierte als Dax-Spitzenreiter mit einem Anstieg von 2,9 Prozent von positiven Marktspekulationen, die durch den starken Auftragseingang des Konkurrenten ABB angeheizt wurden.
Flatexdegiro setzte seinen positiven Kursverlauf ebenfalls fort und notierte bei 41,60 Euro auf einem neuen Höchststand, was einem Zuwachs von 1,9 Prozent entspricht. Der Online-Broker erfreut sich bereits im jungen Jahr 2026 erheblicher Kursgewinne von über 12 Prozent, was ihn zu einem der attraktivsten MDax-Werte macht.

