Samsung überrascht trotz verfehlter Prognosen mit Kursplus
Der südkoreanische Tech-Gigant Samsung hat im vierten Quartal ein eindrucksvolles operatives Ergebnis erzielt, das im Jahresvergleich auf 6,5 Billionen Won anstieg, was etwa 4,3 Milliarden Euro entspricht. Diese Verdopplung gegenüber dem Vorjahreszeitraum konnte jedoch die Analystenerwartungen nicht erfüllen. Verglichen mit dem dritten Quartal verzeichnete Samsung sogar einen Rückgang des operativen Gewinns um fast 30 Prozent.
Eine Umfrage der südkoreanischen Agentur Yonhap ergab, dass Samsung die Expertenprognosen im Schnitt um rund 16 Prozent verfehlte. Doch trotz dieser Enttäuschung an der Gewinnfront zeigte der Aktienkurs von Samsung Electronics bis zum Mittag (Ortszeit) einen Zuwachs von über drei Prozent. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf die optimistischen Aussagen von Nvidia-CEO Jensen Huang zurückzuführen.
Während der CES in Las Vegas ließ Huang durchblicken, dass Samsung bald die Fähigkeit erlangen könnte, HBM-Chips (High-Bandwidth Memory) für den US-amerikanischen Marktführer zu produzieren. "Sie arbeiten daran. Sie werden Erfolg haben, keine Frage", gab sich Huang überzeugt. Diese Perspektive weckt Hoffnungen am Markt, auch wenn Samsung derzeit bei hochleistungsfähigen Halbleitern im KI-Markt noch zurückliegt und stark von SK Hynix unter Druck gesetzt wird.
Interessanterweise handelt es sich bei den veröffentlichten Zahlen lediglich um vorläufige Schätzungen. Ausführlichere Geschäftszahlen plant Samsung, am Monatsende zu präsentieren, was die Spekulationen über die Zukunft des Unternehmens weiter befeuert.

