Sam Altmans World startet in 6 Städten in den USA
Sam Altmans World wurde offiziell in den Vereinigten Staaten eingeführt, mit Plänen, bis zum Ende des Jahres 7.500 seiner Augenscan-Orbs in amerikanischen Städten zu deployen.
Das Projekt hat im Rahmen der Expansion auch eine Reihe neuer Funktionen und Partnerschaften vorgestellt.
US-Expansionspläne
Eine Ankündigung vom 30. April zeigt, dass das Projekt zunächst in sechs Städten eingeführt wird. Dazu gehören „wichtige Innovationszentren“ wie Atlanta, Austin, Los Angeles, Miami, Nashville und San Francisco.
Bewohner in diesen Gebieten können ihre Menschlichkeit mithilfe der Orb-Technologie verifizieren und im Gegenzug WLD-Token erhalten. Diese Tokens sind mit der Erstellung einer World ID verbunden, die laut Unternehmen wichtig ist, um zwischen echten Menschen, KI-gesteuerten Bots und digitalen Akteuren zu unterscheiden.
Bei einer Pressekonferenz in San Francisco betonte Altman die Dringlichkeit, ein System zu schaffen, das die menschliche Identität online verifizieren kann.
„We wanted a way to make sure that humans stayed special and central in a world where the internet was going to have lots of AI-driven content,“ he said.
World kündigte auch mehrere neue Funktionen an, die mit dem Start in den USA verbunden sind. Über die App der Plattform können Nutzer nun krypto-unterstützte Kredite über die Kreditplattform Morpho abrufen und Prognosemärkte durch Kalshi erkunden. Später in diesem Jahr plant das Unternehmen auch die Einführung einer Visa-Karte, die es den Menschen ermöglicht, alltägliche Gegenstände mit ihren WLD-Token oder anderen digitalen Vermögenswerten zu bezahlen.
Das in der Blockchain-basierte Identitätsprojekt tritt auch in die Welt des Online-Datings ein. World gab eine Partnerschaft mit der Match Group bekannt, dem Mutterunternehmen von beliebten Dating-Plattformen wie Tinder, Hinge, Match.com und Plenty of Fish. Die Zusammenarbeit beginnt offiziell mit einem Pilotprojekt in Japan, bei dem Tinder-Nutzer die World ID zur Altersverifizierung nutzen können.
Datenschutz- und Regulierungsbedenken
Bisher hat sich World auf seine silbernen Orbs verlassen, um Individuen durch das Scannen ihrer Iriden zu verifizieren. Das Unternehmen behauptet, dass die biometrischen Daten nur verwendet werden, um zu bestätigen, dass eine Person ein Mensch ist, und nicht gespeichert werden, was laut eigenen Angaben mögliche Datenschutzbedenken vermeiden soll.
Trotz dieser Zusicherungen hat das Projekt Kritik von Datenschutzaktivisten und Regulierungsbehörden weltweit erfahren. In den letzten zwei Jahren wurden die Lager von World in Kenia durchsucht, während die Operationen in Ländern wie Hongkong aufgrund von Datenschutzverletzungen ausgesetzt wurden.
In Deutschland ordneten die Behörden die Löschung biometrischer Daten wegen Verstöße gegen die DSGVO an, gegen diese Entscheidung hat das Unternehmen Berufung eingelegt. In Brasilien hielten die Regulierungsbehörden die Beschränkungen trotz der Versuche von World aufrecht, indem das Projekt dort unter dem Banner der öffentlichen Bildung weitergeführt wird.
In Singapur wurde im vergangenen Jahr eine Untersuchung wegen des angeblichen Verkaufs von World-Konten eingeleitet, da Befürchtungen bestehen, dass sie für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung missbraucht werden könnten.

