Salzgitter-Aktien auf dem Vormarsch: Neuer Optimismus in der Stahlbranche
Die Aktien von Salzgitter erlebten zu Wochenbeginn einen erfreulichen Aufwind, nachdem der Stahlkonzern seine Neunmonatszahlen veröffentlichte. Der Kurs der Anteile stieg um eindrucksvolle 7,5 Prozent. Noch am vergangenen Donnerstag hatten sich die Papiere an der 50-Tage-Linie bei 26,66 Euro stabilisiert, nachdem sie beinahe ein Viertel ihres Werts seit dem Oktober-Hoch verloren hatten.
Der Optimismus wurde durch JP Morgan-Analyst Dominic O'Kane entfacht, der am Freitag mit einer "Europäischen Renaissance" in der Stahlindustrie aufhorchen ließ. O'Kane bewertete die jüngsten Quartalsergebnisse von Salzgitter als über den Erwartungen liegend und sah keine wesentlichen Anpassungen an den Jahresprognosen. Überzeugend wirkten für ihn die positiven Preissignale des Managements, die im kommenden Jahr zu einer spürbaren Steigerung von Umsatz und Gewinn führen könnten.
Am Freitag hatte O'Kane seine skeptische Einschätzung von Salzgitter revidiert und die Mitbewerber ArcelorMittal und Voestalpine positiv hervorgehoben. Insbesondere für Salzgitter prognostiziert er bis 2026 eine Verdopplung des Ebitda, sollten sich die Stahlpreise wie erwartet entwickeln.
Die Pläne der Europäischen Union, Einfuhren bis 2026 um über 40 Prozent zu reduzieren, beschreibt O'Kane als "Game-changer" für die Branche. Unterstützt wird dies durch den ab Januar wirksamen CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM), der als weiteres Element zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit angesehen wird.

