SAF-Holland trotzt schwachem Marktumfeld: Optimismus trotz Einbußen
Der Nutzfahrzeugzulieferer SAF-Holland sieht sich mit einem schwierigen Marktumfeld konfrontiert, insbesondere schwachen Trailer- und Truckmärkte, die das Unternehmen im ersten Quartal belasteten. Konzernchef Alexander Geis hält dennoch an den Wachstumszielen für 2025 fest. Trotz der aktuellen Unsicherheiten in der Handelspolitik bleibt das Management optimistisch, die operativen Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Diese Zuversicht konnte die Anleger jedoch nicht davon abhalten, das Papier abzugeben, weshalb die Aktie am Donnerstag zur Mittagszeit um 3,5 Prozent auf rund 16 Euro fiel.
Zu Jahresbeginn hatte die Aktie nach einem aus dem US-Zollstreit resultierenden Kursrutsch im April fast ein Drittel an Wert gewonnen. Doch nun kehrt erneut Ernüchterung ein. Nichtsdestotrotz bleibt ein Kursplus von acht Prozent seit Jahresbeginn bestehen. Im operativen Geschäft verzeichnete SAF-Holland im ersten Quartal einen Umsatzrückgang von gut elf Prozent auf 449 Millionen Euro. Organisch, ohne Wechselkurseffekte und Akquisitionen, betrug das Minus 14 Prozent.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) vermindert sich um zwölf Prozent auf 42,7 Millionen Euro, bei einer Marge von 9,5 Prozent. Branchenexperten hatten noch negativere Zahlen erwartet. Der Gewinn, der auf die Aktionäre entfällt, fiel auf rund 13 Millionen Euro, was eine Halbierung bedeutet. Trotz dieser Rückschläge sieht sich SAF-Holland gut aufgestellt, um den Herausforderungen der globalen Handelspolitik mit einem weitreichenden Maßnahmenplan entgegenzutreten.
Für das laufende Geschäftsjahr plant SAF-Holland mit einem Umsatz zwischen 1,85 und 2 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahr 1,88 Milliarden Euro erzielt wurden. Die operative Marge soll sich im Bereich von 9 bis 10 Prozent einfinden, verglichen mit 10,1 Prozent im Vorjahr.

