Sabotageakt auf Strommasten: Licht aus im Technologiepark Adlershof
Ein provozierendes Bekennerschreiben auf der linksextremen Plattform "Indymedia" sorgt aktuell für Aufsehen, nachdem es Polizei und Öffentlichkeit gleichermaßen beschäftigt. Die Verfasser, die sich als "Einige Anarchist:innen" identifizieren, bekannten sich zu einem Brandanschlag auf zwei Strommasten in der Königsheide, einem Ortsteil von Johannisthal im Südosten Berlins.
Der Anschlag auf die 110KV-Strommasten führte zu einem flächendeckenden Stromausfall im renommierten Technologiepark Adlershof, der bekanntermaßen Firmen und Forschungseinrichtungen aus zukunftsweisenden Bereichen wie IT, Robotik, Raumfahrt und der Sicherheitsindustrie beherbergt. Die Sabotage, so die Aktivisten, stehe im Zeichen eines Protests gegen den militärisch-industriellen Komplex und dessen Einfluss.
Besonders bemerkenswert an der Erklärung ist der Versuch, Verständnis von den betroffenen Anwohnern einzufordern, die mitten in der Nacht ohne Strom auskommen mussten. Rund 50.000 Menschen und zahlreiche Unternehmen waren durch den Blackout betroffen, nachdem um 3.30 Uhr der Alarm über die gespannten Leitungen einging.
Die Feuerwehreinsatzkräfte brauchten gut eine Stunde, um die Flammen, die durch den mutmaßlichen Einsatz eines Brandbeschleunigers entfacht worden waren, unter Kontrolle zu bringen. Zu allem Überfluss ereignete sich dieser Anschlag in unmittelbarer Nähe eines malerischen Wohnviertels, was der ohnehin brisanten Lage zusätzlich Zündstoff verlieh.

