RWE erobert die Winde: Rekordmarke bei britischer Auktion erreicht
RWE hat mit beeindruckenden Schritten die 50-Euro-Marke ins Visier genommen – ein Meilenstein, den das Unternehmen zuletzt 2011 berührt hat. Experten von Bernstein Research loben den Essener Energieriesen als klaren Gewinner einer bedeutenden britischen Offshore-Windkraftauktion. Bemerkenswerterweise sicherte sich RWE den Großteil der angebotenen Projekte, was dem Konzern eine neue Position im Markt verschafft. Auch der britische Stromerzeuger SSE erzielte Erfolge, was sich in einem Anstieg der Aktien um bis zu 3 Prozent in London widerspiegelt. Für RWE bedeutete dies einen Aktienanstieg von bis zu 3,5 Prozent auf 49,93 Euro, bevor sich das Plus bei 2,4 Prozent einpendelte. Die Papiere aus Essen verzeichnen seit Jahresbeginn einen beeindruckenden Zuwachs von gut 9 Prozent und rangieren damit auf dem fünften Platz im DAX. Ahmed Farman, Analyst bei der US-Bank Jefferies, unterstreicht RWEs dominante Position mit einer hinzugewonnenen Kapazität von fast sieben Gigawatt. Insgesamt überraschte Großbritannien die Märkte mit der Versteigerung von 8,245 Gigawatt, während mit lediglich fünf Gigawatt gerechnet wurde. Die Auktionsergebnisse deuten auf eine Rendite von über 10 Prozent hin, was erheblich über RWEs Zielmarke von 8,5 Prozent liegt und an der Spitze der weltweiten Spanne für Meerwindkraftprojekte rangiert. Siemens Energy, ein weiterer Nutznießer der Auktion, erfährt nach dem Hoch der Vorwoche leichte Gewinnmitnahmen. Zusätzlich verkündete die Beteiligungsgesellschaft KKR eine strategische Allianz mit RWE zur Finanzierung der Offshore-Windprojekte Norfolk Vanguard East und Norfolk Vanguard West, die Teil der Auktion waren. Diese Vorhaben umfassen eine Gesamtleistung von gut drei Gigawatt. Das veranschlagte Investitionsvolumen überschreitet 15 Milliarden US-Dollar, mit einer geplanten Inbetriebnahme der neuen Windparks für 2029 beziehungsweise 2030.

