Russlands Exportstrategie: Trotz US-Strafzöllen blüht die Partnerschaft mit Indien
Der internationale Handel steht unter den faszinierenden Bedingungen der Geopolitik, insbesondere, wenn es um die Beziehungen zwischen den wohl größten Akteuren auf der Weltbühne geht. Ein aktuelles Beispiel bietet das Ringen um Marktanteile zwischen den USA und Russland im indischen Handelssegment. Auch wenn die Trump-Administration versucht, den Handel zwischen Russland und Indien durch erhöhte Strafzölle zu beeinflussen, zeigt sich Moskau unbeeindruckt. Wie Denis Manturow, der erste Vizeregierungschef Russlands, gegenüber der Agentur Tass ausführte, bleibt der Export russischer Energieträger nach Indien stabil.
Angeführt von Rohöl und Kohle, kündigt er auch Pläne an, den Export von Flüssiggas massiv auszubauen. Diese Verbindung soll zudem durch gemeinsame Projekte zur Erschließung der Nordostpassage noch enger geknüpft werden — ein ambitionierter Schritt, um Arktis-Rohstoffe effizienter zu transportieren. Das geopolitische Spannungsverhältnis manifestierte sich deutlich, als Präsident Trump Anfang August die Importzölle auf indische Güter drastisch anhob. Dies führte teilweise dazu, dass indische Unternehmen ihre Importe aus Russland überprüfen. Doch auf lange Sicht scheint Moskau bereit, mit strategischen Maßnahmen entgegenzuwirken und die wirtschaftliche Kooperation mit Indien weiter zu stützen.

