Russland lobt Trumps Kritik an Selenskyj und unterstützt Vorstoß für Neuwahlen
In einer bemerkenswerten Anerkennung hat der Kreml unlängst die Kritik von US-Präsident Donald Trump am ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gewürdigt. Trump hatte in einem Interview mit der Zeitschrift 'Politico' harsche Zugeständnisse an Russland gefordert und dabei Kiews Bestrebungen, der NATO beizutreten, als konfliktfördernd bezeichnet. Diese Haltung wird von Kremlsprecher Dmitri Peskow als im Einklang mit der russischen Sichtweise bestätigt.
Peskow äußerte zudem Lob für Selenskyjs Bereitschaft, Neuwahlen in der Ukraine in Erwägung zu ziehen. Diese Haltung sei 'ziemlich neu' und stimme mit den bereits länger formulierten Forderungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin sowie den kürzlich von Trump geäußerten überein. Putin hatte bereits Anfang 2022 durch den Angriff auf die Ukraine den laufenden Konflikt entfacht und wirft seitdem Selenskyj vor, nicht mehr der legitime Präsident zu sein, eine Einschätzung, die Trump im 'Politico'-Interview aufgriff.
Kiew hingegen hat bisher den Mangel an regulären Präsidenten- und Parlamentswahlen mit dem in Kraft befindlichen Kriegsrecht begründet, welches Abstimmungen in Kriegszeiten unterbindet. Selenskyj zeigte sich nun offen für eine gesetzliche Anpassung, die jedoch von der Sicherheitsunterstützung durch die USA und Europa abhängig gemacht wird. Wie eine transparente Wahl in russisch besetzten Gebieten durchgeführt werden könnte, bleibt jedoch unklar und stellt eine zentrale Herausforderung dar.

