Russland kritisiert Europas Haltung im Ukraine-Konflikt
In einem erneuten Vorwurf hat Russland den europäischen Staaten eine Behinderung der Friedensbemühungen von US-Präsident Donald Trump im Ukraine-Konflikt unterstellt. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte im russischen Staatsfernsehen, dass die EU-Länder ein Interesse an der Fortführung der Auseinandersetzungen hätten. Besonders im Fokus stehen die Waffenlieferungen an die Ukraine, die laut Peskow die Bemühungen um eine Waffenruhe unterminieren. Trump hingegen genießt laut Peskow Russlands Dankbarkeit für seine Bemühungen um eine Konfliktlösung. Doch die Europäer, so Peskow weiter, legten Steine in den Weg und bestärkten Kiew in einer "absurden Fortsetzung ihrer Unnachgiebigkeit".
Diese Aussagen tätigte Peskow im Rahmen einer China-Reise von Präsident Wladimir Putin. Peskow unterstrich außerdem, dass diese Haltung der EU ein Fehler sei, der Kiew schaden werde. Trotz der Bereitschaft Russlands zur Suche nach einer diplomatischen Lösung, werde die "militärische Spezialoperation" fortgeführt, bis eine Verhaltensänderung seitens Kiew eintrete. Vor kurzem brachte der US-Präsident den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und europäische Verbündete, darunter auch Bundeskanzler Friedrich Merz, in Washington zusammen, um über eine Konfliktlösung zu sprechen.
Selenskyj machte jedoch klar, dass ein von Russland geforderter Gebietsverzicht nicht in Frage komme. Er beharrt darauf, erst über einen Waffenstillstand zu verhandeln, bevor über einen dauerhaften Frieden gesprochen werden könne. Russland hingegen hält an seiner Position fest, dass Verhandlungen vor einem Waffenstillstand stehen sollten, eine Lehre, die es aus dem Scheitern der Minsker Vereinbarungen von 2014 gezogen hat.

