Russische Streitkräfte nehmen Torezk ein: Ein strategischer Sieg im Donbass
Die russische Armee verkündete kürzlich die Eroberung der ostukrainischen Bergarbeiterstadt Torezk, die nach monatelangen, intensiven Gefechten unter ihre Kontrolle gebracht wurde. Das russische Verteidigungsministerium teilte die Meldung über den Online-Dienst Telegram mit und verwendete dabei den aus der Sowjetzeit stammenden Namen Dserschinsk für die Stadt. Diese Namenswahl erinnert an Felix Dserschinski, den ersten Leiter des sowjetischen Geheimdienstes.
Torezk, gelegen im umkämpften Gebiet Donezk, zählte vor Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen über 30.000 Einwohner. Inzwischen sollen jedoch nur noch einige Dutzend Einwohner in der halb zerstörten Stadt verbleiben. Trotz der russischen Behauptungen wurde der Verlust der Stadt von ukrainischer Seite nicht unmittelbar bestätigt. Der jüngste Lagebericht des ukrainischen Generalstabs sprach lediglich von zahlreichen Angriffen im Raum Torezk.
Militärbeobachter der Ukraine hatten bereits vor dem Fall von Torezk die prekäre Lage skizziert und sahen nur noch den Stadtrand umkämpft. Dies deutete auf eine bevorstehende Kontrollübernahme durch russische Streitkräfte hin. Seit fast drei Jahren widersetzen sich die ukrainischen Truppen der russischen Invasion. Moskau fordert weitreichende Gebietsabtreibungen im Osten und Süden der Ukraine, während der blutige Konflikt weiter andauert.

