Rune Factory: Guardians of Azuma (PC) – Game Review

02. Juni 2025, 09:00 Uhr · Quelle: DailyGame.AT
Rune Factory: Guardians of Azuma bietet eine unterhaltsame Mischung aus Kampf, Dorfverwaltung und Romantik, trotz einer etwas veralteten Grafik. Das Spiel ermöglicht es den Spielern, Beziehungen aufzubauen und Dörfer zu erweitern, während sie die Gottheiten von Azuma retten.

Rune Factory: Guardians of Azuma ist der neueste Ableger des Franchises, gehört aber wohl nicht zu den Hauptteilen, sondern dient wohl dazu, die Zeit zwischen Rune Factory 5 und Rune Factory 6 zu überbrücken. Nichtsdestotrotz ist das Spiel durchaus gelungen und bringt viele Stunden Spielspaß mit sich. Wir durften vorab schon mal in den Titel reinschauen.

Wir übernehmen die Rolle des Protagonisten – Name und Geschlecht kann man vorab wählen. Ob ihr nun Subaru oder Kaguya wählt, nimmt keinen Einfluss auf die Story. Sie unterscheiden sich vielleicht etwas im Charakter, wobei Subaru eher lockerer ist und Kaguya einen förmlicheren Ton anstimmt. Ansonsten bleibt die Story gleich. Ich hatte mich für meinen Durchgang für Kaguya entschieden und nur kurz bei Subaru reingeschaut, um zu sehen, ob es einen Unterschied gibt. Aber wie gesagt: Es werden nur die Rollen getauscht, da der Gegenpart die Rolle des Kindheitsfreunds übernimmt.

Das Setting ist im Land Azuma angesiedelt, welches durch den himmlischen Zerfall am Rande der Vernichtung steht. Im ganzen Land verbreitet sich die Fäulnis und zwang die Gottheiten des Landes zum Rückzug. Die Aufgabe des Spielers ist es nun, in die verschiedenen Dörfer zu reisen und als Erdtänzerin die Gottheiten zurückzuholen, um die Fäulnis zu vertreiben und Azuma zu retten. Begleitet werden wir dabei von Wollie, welcher sich als Partner der Heldin vorstellt. Da diese aber an Gedächtnisverlust leidet, kann sie sich nicht an ihn oder ihren Pakt erinnern. Erst nach und nach kehren ihre Erinnerungen zurück.

Einige Schwächen, über die man hinweg sehen kann

So gut ich das Game mag und begeistert davon bin, muss man ehrlich sagen: Die Grafik ist nicht der Hit. Die Umgebung wirkt wie etwas, das man aus Zeiten der PlayStation 3 gewohnt ist. Zwar ist es eine deutliche Verbesserung zu Rune Factory 5, aber ich kann nur hoffen, dass in Rune Factory 6 hier etwas mehr Zeit und Mühe auch darin fließen wird, die Umgebung zeitgemäßer zu gestalten.

Das Kampfsystem von Rune Factory: Guardians of Azuma ist simpel, macht aber durchaus Spaß. Wir können zwei Waffen ausrüsten und sie nach Belieben wechseln. Wir starten mit einem Schwert, können aber auch zu Bogen, Talismanen, Langschwert und Weiterem wechseln. Das hängt ganz davon ab, welcher Spielstil am besten zu euch passt. Zudem erhalten wir von jedem Gott, den wir retten müssen, ein göttliches Artefakt. Das dient nicht nur dazu, die Fäulnis zu vertreiben, sondern kann auch im Kampf und im alltäglichen Leben verwendet werden. Das Herumgleiten mit dem Schirm macht schon Spaß – so muss es für Mary Poppins gewesen sein.

Rune Factory: Guardians of Azuma (c) Marvelous

Rune Factory: Guardians of Azuma (c) Marvelous

Die Gegner ändern sich meist nur minimal im Aussehen und in der Farbe, werden aber in jedem Gebiet recycelt und wiederverwendet – nur, dass sie halt ein paar Level stärker sind und mal Gift spucken anstatt Wasser. Das ist jetzt an sich kein Drama. Da man allerdings im Laufe der Story sich mit den Monstern anfreunden kann, um sie in Ställen zu halten, finde ich das Ganze schon etwas schade. Nur bei den Bosskämpfen erhalten wir Abwechslung, aber eigentlich gestalten sich die Kämpfe nicht sonderlich schwer. Dank eines großen Teams aus sieben Mitstreitern inklusive Heldin haben wir auch genug Kampfkraft dabei. Zwar können nur drei Kameraden aktiv am Kampf teilnehmen, doch man kann sie jederzeit rotierend auswechseln, sollten sie K. O. gehen. Im Übrigen erholen sich die Charaktere im Standby automatisch wieder zur vollen Kampfkraft. Das vereinfacht vieles.

Kümmere dich um deine Dörfer

Jedes Dorf hat einen Gott, den wir befreien müssen – angefangen mit dem Frühlingsdorf. Nachdem wir dem Gott geholfen haben, werden wir dort zudem das Dorfoberhaupt und müssen uns nun um die Menschen in Azuma kümmern. Dazu gehört, das Dorf zu vergrößern, den Bewohnern Arbeit zuzuteilen und ihnen Lebensraum zu geben. Jedes Dorf kann sich dabei auf alles oder etwas Spezielles konzentrieren. Im Frühlingsdorf zum Beispiel erlernt man anfangs alles, was man für den Feldanbau benötigt. Im Sommerdorf hingegen kann mit den vielen Geschäften der Handel vorangetrieben werden.

Rune Factory: Guardians of Azuma (c) Marvelous

Rune Factory: Guardians of Azuma (c) Marvelous

Es lohnt sich zwar, alles etwas zu mischen, aber man kann auch Bewohner zwischen den Dörfern verschieben. Denn einige sind besser in der Feldarbeit, andere hingegen besser als Verkäufer. Darauf sollte man achten. Je mehr Dörfer man an der Backe hat, umso mehr muss man auf Ressourcen und Materialien achten. Doch wenn man eine gewisse Basis aufgebaut hat, ist das System ein Selbstläufer, das immer mal wieder vielleicht etwas erweitert oder angepasst werden muss.

Neue Rezepte für Gebäude, Waffen und Dekorationen findet ihr in den Dungeons und Maps. Überall in Azuma sind Forscherstatuen verstreut, die euch Rezepte schenken, wenn ihr den Ritualtanz vor ihnen ausführt. Auch kleinere Altare kann man finden – diese spucken aber überwiegend Rezepte für Waffen und Rüstungen aus, was natürlich nicht verkehrt ist. Doch mit einem Team aus sieben Charakteren und vielen neuen Waffen geht das Schmieden echt ganz schön ins Geld. Darum lohnt es sich, so viel wie möglich der Ernte zu verkaufen. Das versorgt nämlich nicht nur die Bewohner, sondern ist auch das Kapital des Protagonisten, um in der Schmiede Sachen herzustellen oder neue Gebäude in der Tischlerei. Das benötigte Geld und die Ressourcen dafür sollte man keinesfalls unterschätzen.

Rune Factory: Guardians of Azuma (c) Marvelous

Rune Factory: Guardians of Azuma (c) Marvelous

Liebe kennt keine Grenzen

Hier kommt ein Punkt, von dem können sich andere Entwickler echt mal eine Scheibe abschneiden: Dass es in Rune Factory: Guardians of Azuma Romanzen geben wird, war sicherlich einigen bekannt. Doch tatsächlich können wir jeden der ausgewählten Charaktere daten, die dafür vorgesehen sind. Dabei ist es egal, ob du Subaru oder Kaguya als Held:in gewählt hast. Ich konnte mit Kaguya sowohl die weiblichen Charaktere als auch die männlichen daten. Auch setzte das Spiel keine Grenzen, mit wie vielen Charakteren ich eine Beziehung eingegangen bin. Nur bei der Heirat wird ein Strich gezogen – da müssen wir uns final für eine Person entscheiden.

Durch das Datingsystem hat es allgemein natürlich mehr Spaß gemacht, die Bindungen zu den Charakteren aufzubauen. Da wir einen Tagesrhythmus im Spiel haben, können wir jeden Tag Zeit mit den Personen in den Dörfern verbringen und ihnen so näher kommen. Hat man dann noch die individuellen Quests dieser erledigt, können wir mit ihnen eine Beziehung eingehen. Das hat schon echt Spaß gemacht und könnte vielleicht für einige der Anreiz sein, noch einen zweiten Durchlauf mit dem anderen Protagonisten zu starten.

Rune Factory: Guardians of Azuma (c) Marvelous

Rune Factory: Guardians of Azuma (c) Marvelous

Fazit zu Rune Factory: Guardians of Azuma

Wenn man über die etwas altbackene Grafik hinwegsieht, kann man viel Spaß mit Rune Factory: Guardians of Azuma haben. Es gibt viele Möglichkeiten, den Alltag zu gestalten, Bindungen zu pflegen, Dörfer auszubauen und zu gestalten oder auch einfach der Hauptgeschichte zu folgen. Ich habe selbst bisher nur Rune Factory 3 vor Jahren gespielt, aber Guardians of Azuma hatte meine Neugier geweckt – und es hat wirklich viel Spaß gemacht. Zwei Charaktere im Spiel kann man leider nur durch einen DLC freischalten, was ich eher unnötig finde.

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[dailygame.at] · 02.06.2025 · 09:00 Uhr
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