Ruhige Vorweihnachtswoche am Aktienmarkt – US-Daten könnten Schwung bringen

Der deutsche Aktienmarkt erlebt eine ruhige Vorweihnachtswoche, die auch am Tag vor Heiligabend kaum Bewegung zeigt. Investoren haben aufgrund der Feiertage vielerorts ihre Geschäfte bereits abgeschlossen. Am Dienstagmorgen eröffnete der Dax leicht im Plus und notierte 0,1 Prozent höher bei 24.319 Punkten, während der MDax leicht um 0,2 Prozent auf 30.368 Zähler nachgab. Ähnlich verhielt sich der EuroStoxx 50, der um 0,1 Prozent zulegte.
Am Nachmittag könnte der Fokus wieder auf die USA wandern, wo neue Konjunkturdaten erwartet werden. Diese umfassen wichtige Indikatoren wie das Wirtschaftswachstum, den privaten Konsum und das Verbrauchervertrauen. Es bleibt abzuwarten, ob diese Daten den Markt aus seiner aktuellen Lethargie reißen können.
Der Dax hält sich stabil über der Marke von 24.000 Punkten, wobei gute US-Vorgaben für Unterstützung sorgen. In den USA verzeichnet der S&P 500 seinen achten Gewinnmonat in Folge. Mit Blick auf das Jahr 2025 konnte der Dax ein Plus von rund 22 Prozent verbuchen, während der S&P 500 um beachtliche 17 Prozent zulegte.
Global betrachtet, bleibt die geopolitische Lage im Fokus der Anleger. Neben den Bemühungen um den Ukraine-Krieg steht die politische Lage in Venezuela unter Beobachtung, da die US-Regierung Maßnahmen gegen Präsident Nicolas Maduro erwägt.
Der Pharmamarkt erfuhr ebenfalls Bewegung: Novo Nordisk wird sein Abnehmpräparat Wegovy ab Januar in den USA auch in Tablettenform verkaufen, was den Aktienkurs von Gerresheimer, einem Verpackungspartner, um 0,2 Prozent drückte. Gleichzeitig verlor Schott Pharma 0,8 Prozent.
Im Bereich der Spezialchemie verlängerte Alzchem die Verträge wichtiger Vorstandsmitglieder. Vorstandschef Andreas Niedermaier bleibt bis Ende 2028 im Amt, während Finanzvorstand Andreas Lösler seinen Vertrag bis Ende 2029 verlängerte. Alzchem-Aktien blieben stabil.

