Rückkehr zur Werkshalle: "Artemis 2"-Mission vor neuer Herausforderung
Rückkehr zur Werkshalle: "Artemis 2"-Mission vor neuer Herausforderung
Das ambitionierte Raumfahrtprojekt "Artemis 2" der Nasa, das den nächsten großen Schritt der bemannten Mondfahrt seit über fünf Jahrzehnten markieren soll, muss vorerst einen Zwischenstopp einlegen. Das umfangreiche Raketensystem, bestehend aus dem "Space Launch System" und der "Orion"-Kapsel, wird aufgrund technischer Probleme mit der Helium-Zufuhr in einer der Raketenstufen in die Werkshalle zurückgebracht. Der sechs Kilometer lange Transport auf einem speziellen Transportwagen soll zwölf Stunden in Anspruch nehmen, um das fast 100 Meter hohe System sicher zu seiner temporären Heimat zu befördern.
Im Hangar steht nun die Behebung dieses und weiterer, teils bereits bearbeiteter Probleme auf dem Plan. Ziel der "Artemis 2"-Mission ist es, die US-amerikanischen Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihren kanadischen Kollegen Jeremy Hansen auf einen zehntägigen Flug um den Mond zu schicken. Dies wäre die erste bemannte Mondmission seit 1972, als US-Astronauten zuletzt den Mond betraten.
Der ursprünglich für Anfang des Jahres geplante Start wurde bereits verschoben, ohne dass ein neuer Termin bekannt gegeben wurde. In der Zwischenzeit können sich die Astronauten über eine unvorhergesehene Abwechslung freuen: Nach ihrer vorübergehenden Entlassung aus der Quarantäne, da das Helium-Problem entdeckt wurde, nahmen sie als Gäste von Mike Johnson, Sprecher des US-Repräsentantenhauses, an einer Ansprache von Präsident Donald Trump zum Stand der Nation teil.

