Rückkehr zur Wehrdienstarmee: Kanzler Merz setzt auf neue Reformen
Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt sich optimistisch, dass die Neugestaltung des Wehrdienstes den gewünschten Zustrom an jungen Freiwilligen für die Bundeswehr mit sich bringen wird. Er versichert, dass die aktuellen Maßnahmen vielversprechend sind, um die benötigten Rekrutierungszahlen zu erreichen. Sollte dies dennoch nicht ausreichend gelingen, sieht der neue Gesetzentwurf eine verpflichtende Einberufung vor, um die Lücken zu schließen.
Merz begrüßt die Rückkehr zur Struktur einer Wehrdienstarmee als positiven Schritt in die richtige Richtung. Er verweist darauf, dass die jüngsten Änderungen darauf abzielen, den Wehrdienst attraktiver zu gestalten und so dem Personalbedarf der Bundeswehr gerecht zu werden. Zusätzlich zur Stärkung der nationalen Verteidigung sollen diese Verbesserungen den Einsatz der Bundeswehr im Rahmen der verstärkten Nato-Ziele und aufgrund der gegenwärtigen Bedrohungslage durch Russland gewährleisten.
Der Kabinettsbeschluss zur Neugestaltung fand dieses Mal an einem symbolträchtigen Ort statt: im Bundesverteidigungsministerium. Die Regierung hat intensiv darüber beraten, wie die Sicherheitslage in Europa auf die aktuellen Herausforderungen antworten kann, und die Bereitschaft der Bundeswehr in diesem Kontext deutlich hervorgehoben. Der freiwillig gestaltete Wehrdienst bleibt vorerst bestehen, doch die Möglichkeit einer verpflichtenden Heranziehung untermauert die Ernsthaftigkeit der Pläne.

