Rückkehr mit Haltung: Jimmy Kimmel setzt Zeichen für Meinungsfreiheit
Jimmy Kimmel, der bekannte US-Moderator und Satiriker, meldete sich mit einem eindringlichen Plädoyer für Meinungsfreiheit aus der Pause seiner Late-Night-Show "Jimmy Kimmel Live!" zurück. In einer Show, die sich selbst als unwichtig deklariert, betonte er die Bedeutung, in einem Land leben zu dürfen, in dem solche Sendungen möglich sind. Dabei sparte Kimmel nicht mit Kritik an US-Präsident Donald Trump, den er als humorlos darstellte. "Die Drohung, einen unliebsamen Komiker mundtot zu machen, ist unamerikanisch", so Kimmel.
Vergangene Woche wurde seine Show aufgrund hitziger Kontroversen über Kimmels Kommentare zum Mord an einem Aktivisten unterbrochen. Diese zielten auf Versuche der "Make America Great Again"-Bewegung, daraus politischen Nutzen zu ziehen. Die Walt Disney Company hatte die Produktion ausgesetzt, um Spannungen im Land nicht zu verschärfen. Intensive Gespräche führten zur Wiederaufnahme der Sendung.
Donald Trump, selbst ein scharfer Kritiker Kimmels, zeigte sich wenig erfreut über die Rückkehr der Show und äußerte Zweifel an der Entscheidung von ABC. Kimmel konterte seinerseits, Trump empfinde Freude daran, Menschen ihrer Existenz zu berauben und unternehme gezielte Angriffe auf die freie Presse. Kimmel betonte die Wichtigkeit einer freien Berichterstattung und warnte vor der absichtlichen Manipulation der Medieninhalte durch die Regierung.
Eine überraschende Solidarität fand Kimmel bei internationalen Kollegen, darunter einem deutschen Moderator, der ihm einen Job anbot. Während der Sendung wurden Trumps frühere positive Aussagen zur Meinungsfreiheit neben seinen jetzigen Kommentaren gezeigt, worauf Kimmel ironisch reagierte: „Man könnte fast Mitleid mit ihm haben.“
Einige lokale TV-Sender, darunter solche von Nexstar Media Group und Sinclair Broadcast Group, entschieden sich gegen die Ausstrahlung der Sendung und bevorzugten stattdessen Nachrichtenprogramme. Kimmel nannte dies ungesetzlich und unamerikanisch und erinnerte daran, dass die Meinungsfreiheit einen zentralen Wert darstellt.

