Rückholung der Goldreserven: Debatte um Sicherheit unter Trump

Die unsichere politische Situation unter US-Präsident Donald Trump hat den Bund der Steuerzahler dazu veranlasst, eine Rückführung der deutschen Goldreserven aus den USA nach Deutschland zu fordern. Michael Jäger, Vizepräsident des Bundes der Steuerzahler Deutschland, erklärte gegenüber der "Mediengruppe Bayern", dass das Vertrauen in die USA durch Trumps Politik erheblich gelitten habe.
Die deutschen Goldreserven sind der zweitgrößte Schatz der Welt und werden von der Bundesbank verwaltet. Mit einem Bestand von rund 3.352 Tonnen Ende 2024 sind mehr als die Hälfte der Bestände sicher in Frankfurt gelagert. Rund 1.236 Tonnen, was etwa 37 Prozent entspricht, befinden sich jedoch in den Tresoren der Federal Reserve in New York.
Joachim Nagel, Präsident der Bundesbank, hält die Lagerung der Goldbestände in den USA derzeit für unbedenklich und sieht keinen Anlass für eine Rückführung nach Deutschland. Diese Meinung vertrat er gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", indem er die Sicherheit der Goldlagerung bei der Fed betonte.
Im Gegensatz dazu sieht Jäger angesichts der enormen Zinsbelastungen auf die US-Staatsschulden und dem Druck auf die US-Notenbank Fed ein potenzielles Risiko. Die Verlockung für Trump, den deutschen Goldschatz zugunsten finanzieller Engpässe zu verwenden, sei groß. Diese Sorge begründet er mit den angeblichen Kosten, die das US-Engagement in Deutschland und Europa seit dem Zweiten Weltkrieg verursacht hat. Jägert betonte jedoch, dass die Entscheidung über einen potenziellen Abzug des Goldes letztlich bei der Bundesbank liegt.

