Stabiles Vertrauen: Deutschlands Gold in sicheren Händen
Bundesbankpräsident Joachim Nagel sieht keinen Anlass zur Besorgnis bezüglich der in den USA gelagerten Goldreserven Deutschlands. Während die politische Landschaft sich wandelt und der Kurs der USA unter Beobachtung steht, bleibt Nagel zuversichtlich. Er betonte gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, dass das Gold, das bei der Federal Reserve (Fed) in New York verwahrt wird, bestens geschützt ist. Diese Reserven seien essenzieller Bestandteil der deutschen Währungspolitik.
Die Strategie zur Lagerung wird von der Bundesbank kontinuierlich überprüft. Bereits vor zehn Jahren war ein Entschluss gefasst worden, 300 Tonnen des Edelmetalls aus New York nach Frankfurt zu verlagern.
Die jüngste Diskussion über die Sicherheit dieser Reserven wurde unter anderem durch den kurswechselnden Ansatz von US-Präsident Donald Trump im Kontext des Grönland-Konflikts entfacht. Politische Stimmen fordern nun eine stärkere Rückholung der in den USA liegenden Goldbestände. Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP, Vorsitzende des EU-Verteidigungsausschusses, plädiert angesichts globaler Unsicherheiten für ein Überdenken dieser Praxis. Deutschland halte zwar rechtlich die Eigentümerschaft, jedoch werde die physische Kontrolle als zunehmend risikobehaftet eingeschätzt.
Der von der Bundesbank verwaltete Goldbestand Deutschlands ist der zweitgrößte weltweit. Ende 2024 belief sich dieser auf 3.352 Tonnen, was einen Wert von rund 270 Milliarden Euro darstellte; heute, begünstigt durch den Anstieg des Goldpreises, liegt der Wert bei etwa 465 Milliarden Euro. Über die Hälfte wird in Frankfurt gesichert, während 1.236 Tonnen bei der Fed in New York und weitere 405 Tonnen bei der Bank of England in London untergebracht sind.

