Rückgang in der Metall- und Elektroindustrie setzt sich fort
Die Metall- und Elektroindustrie in Deutschland verzeichnet einen signifikanten Rückgang der Beschäftigtenzahlen. Seit Jahresbeginn gingen rund 60.000 Arbeitsplätze verloren, wie der Arbeitgeberverband Gesamtmetall in einer aktuellen Unternehmensumfrage feststellte. Trotz einer leichten Entspannung bei den Aufträgen, sank die Zahl der Mitarbeitenden im Mai um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt.
Ende 2024 soll die Branche laut Verbandserhebungen noch 3,9 Millionen Menschen beschäftigen. Zwar hat die neue Bundesregierung Maßnahmen ergriffen, um die Wettbewerbsbedingungen zu verbessern, darunter die Senkung der Stromsteuer und ein Investitions-Sofortprogramm. Dennoch warnt Gesamtmetall-Geschäftsführer Oliver Zander eindringlich davor, nicht an Schwung bei der Bekämpfung des Beschäftigungsrückgangs zu verlieren. Weitere Bürokratie müsse abgebaut werden, um die Lage zu stabilisieren.
Positiv hervorzuheben ist eine gewisse Entspannung bei den Neuaufträgen, deren preisbereinigter Wert von Januar bis Mai um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr anstieg. Dennoch gaben jüngste Berichte des Verbandes Anlass zur Besorgnis, da die Nachfrage zuletzt wieder abnahm.

