Roter August, grüne Signale: Warum die Bitcoin-Struktur unerschütterlich bleibt

Der schwache Abschluss im August hat die Sorge wiederbelebt, dass der Rückgang von Bitcoin sich bis in den September hinein ausdehnen könnte, eine Zeit, die sich oft als ungünstig für den Vermögenswert erwiesen hat.
Jedoch deuten jüngste On-Chain-Indikatoren darauf hin, dass die zugrunde liegende Marktstärke trotz jüngster Volatilität intakt bleibt.
Der nächste Aufschwung von Bitcoin
Ein wichtiger Indikator, der Delta Cap, steht derzeit bei 739,4 Milliarden $, mit einem entsprechenden Preis von 108,9K $. Der Delta Cap wird aus der Differenz zwischen Realized Cap und Average Cap abgeleitet und hat historisch als langfristiger Bewertungsboden während großer Marktzyklen fungiert.
Mit BTC, das komfortabel über dieser stetig steigenden Linie handelt, weisen Analysten bei CryptoQuant auf Anzeichen starker Kapitalzuflüsse und erneuter Überzeugung unter Langzeitinvestoren hin, auch wenn kurzfristige Spotpreise Korrekturen erfahren. Unterdessen scheint die institutionelle Nachfrage zu beschleunigen.
Die Coinbase Premium Gap, die den Preisunterschied zwischen der US-Börse Coinbase und dem globalen Gegenstück Binance misst, zeigt derzeit einen positiven Spread von +11,6. Diese Prämie bedeutet, dass US-Institutionen bereit sind, mehr für Bitcoin-Engagement zu zahlen, ein Trend, der in früheren Zyklen zu verlängerten Aufwärtsbewegungen geführt hat, da institutioneller Kaufdruck die Preisfindung antreibt.
Zusammen zeigen diese Indikatoren ein konstruktives Marktumfeld: Bitcoin konsolidiert über der 100K $-Schwelle mit sowohl institutioneller Unterstützung als auch einer stetig steigenden Bewertungsbasis.
Statt Schwäche zu signalisieren, könnten die aktuellen Korrekturen Möglichkeiten zur Akkumulation innerhalb eines starken strukturellen Aufwärtstrends darstellen.
Analyst Rekt Fencer widersprach ebenfalls der vorherrschenden September-Düsternis, als er twitterte, dass ein großer Bitcoin-Absturz dieses Mal unwahrscheinlich sei. Ihm zufolge hat BTC bereits den saisonalen Ausverkauf vorweggenommen, was bedeutet, dass die jüngste August-Schwäche das Abwärtsrisiko effektiv eingepreist hat.
Er zog Parallelen zu 2017 und bemerkte, dass der Markt damals einem ähnlichen Verlauf folgte, bei dem frühe Korrekturen die bärische Stimmung erschütterten, bevor eine starke Rallye einsetzte. Fencer argumentiert, dass die Geschichte sich wiederholen könnte und die Bären erneut das Setup falsch einschätzen und möglicherweise die nächste Aufwärtsbewegung verpassen.
Perfekter Sturm für eine Rallye
Analysten haben sich kürzlich mit der Verlangsamung beschäftigt und beobachtet, dass diese Periode die Bühne für eine viel größere Rallye im Herbst 2025 bereiten könnte. Langfristige Haltemuster, zum Beispiel, deuten darauf hin, dass der BTC-Markt in Phase 3 seines Zyklus ist, die sich tendenziell durch längere Aufwärtstrends und weichere Korrekturen im Vergleich zu früheren Phasen auszeichnet. Dieser Zyklus wurde durch neue Faktoren geprägt, darunter Spot-ETFs, steigende institutionelle Beteiligung und sogar Adoption auf Regierungsebene.
Gleichzeitig hat die Kapitalrotation in Altcoins das Momentum von Bitcoin periodisch verlangsamt, ein Trend, der jetzt deutlicher zu sehen ist als während des Laufs 2023-2024. Dennoch bleiben die makroökonomischen Katalysatoren günstig: Eine mögliche Zinssenkung im September und eine mögliche Genehmigung von Altcoin-ETFs im Oktober könnten neuen Schwung verleihen.

