ROG Xbox Ally X wird in Japan fast 200 Dollar teurer – Arbeitsspeicherkrise trifft Handheld-Markt
Handhelds werden gerade spürbar teurer – und ROG Xbox Ally X macht dabei keine Ausnahme. Während die Preiserhöhung vorerst nur einen einzigen Markt betrifft, sendet sie ein Signal, das Spieler weltweit aufmerksam verfolgen dürften. Hinter der Entscheidung steckt eine Entwicklung, die längst nicht nur Asus und Microsoft beschäftigt.
Fast 200 Dollar Aufschlag – nur in Japan
Der ROG Xbox Ally X Handheld kostet in Japan ab sofort umgerechnet rund 1.109 US-Dollar, nachdem er bislang für etwa 913 US-Dollar erhältlich war. Das entspricht einem Aufschlag von knapp 30.000 Yen – oder rund 196 US-Dollar –, was einem prozentualen Anstieg von etwa 21 Prozent gleichkommt. Weder Asus noch Microsoft haben sich öffentlich zu den Gründen geäußert, doch Beobachter zeigen klar in eine Richtung: die angespannte Lage auf dem Arbeitsspeichermarkt. Der ROG Xbox Ally X ist mit 24 Gigabyte schnellem LPDDR5X-8000-Arbeitsspeicher und einem Terabyte Speicher ausgestattet – deutlich leistungsfähiger als sein günstigeres Schwestermodell, das lediglich 16 Gigabyte LPDDR5-6400-Arbeitsspeicher und 512 Gigabyte Speicher mitbringt. Genau dieser Unterschied dürfte erklären, warum das Einstiegsmodell, der ROG Xbox Ally, von der Preiserhöhung verschont blieb und weiterhin bei rund 584 US-Dollar notiert.
Asus und Microsoft entscheiden gemeinsam über Preise
Die Preisgestaltung beider Geräte war von Anfang an eine gemeinschaftliche Angelegenheit. Xbox-Präsidentin Sarah Bond erklärte bereits im Oktober 2025, dass Asus maßgeblich an der Preisfindung beteiligt war – schließlich handelt es sich um Asus-Hardware. „Es war wirklich Asus, das mit seinem Einblick in den Markt, in die Ausstattungsmerkmale und in die Wünsche der Käufer die endgültigen Preise bestimmt hat“, sagte Bond. Trotz der gehobenen Preislage beider Modelle fielen Vorbestellungen und die erste Resonanz überaus positiv aus. Das Ally X war im Xbox Store und bei zahlreichen anderen Händlern weltweit schnell ausverkauft – ein Indiz dafür, dass die Nachfrage die Erwartungen übertraf.
Eine Krise trifft den gesamten Handheld-Markt
Der ROG Xbox Ally X ist dabei kein Einzelfall. Die Engpässe auf dem Arbeitsspeichermarkt treffen die gesamte Handheld-Branche mit merklicher Wucht. Valve hat für seinen Steam Deck OLED bereits Lieferengpässe in einzelnen Regionen eingeräumt und zudem das Auslaufen der LCD-Variante mit 256 Gigabyte Speicher bestätigt – einmal vergriffen, gibt es keinen Nachschub. Auch die Steam Machine, Valves geplanter Linux-basierter Heimrechner, spürt die Folgen: Der Konzern musste seinen Lieferplan und die Preisgestaltung überarbeiten, hält aber am Ziel fest, das Gerät gemeinsam mit dem Steam Frame und dem neuen Steam Controller noch in der ersten Jahreshälfte 2026 auf den Markt zu bringen. Die Branche steht damit vor einer Phase, in der Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit von Hochleistungs-Hardware keine Selbstverständlichkeit mehr sind.


