Ripple stellt IPO-Pläne auch nach Beilegung der SEC-Klage auf Eis, sagt Präsidentin auf der Paris Blockchain Week
Die Beilegung der Klage zwischen Ripple und der SEC sowie die sich ändernde Atmosphäre im regulatorischen Umfeld der USA werden der gesamten Kryptoindustrie zugutekommen, sagte die Präsidentin von Ripple, Monica Long, während der aktuellen Paris Blockchain Week-Konferenz.
Allerdings schüttete sie kaltes Wasser über jüngste Berichte, dass ihr Unternehmen bald an die Börse gehen wolle.
Long begann mit weiteren Details zum jüngsten Deal zwischen Ripple und dem Prime Broker Hidden Road, bei dem ersteres 1,25 Milliarden $ für die Übernahme des letzteren ausgab.
Die Pressemitteilung beschrieb Hidden Road als 'einen der am schnellsten wachsenden Prime Broker weltweit, der Institutionen eine All-in-One-Lösung mit fortschrittlichen Dienstleistungen anbietet, darunter Clearing, Prime Brokerage und Finanzierung über Devisen (FX), digitale Vermögenswerte, Derivate, Swaps und festverzinsliche Wertpapiere'.
“We are at an inflection point for the next phase of digital asset adoption – the US market is effectively open for the first time due to the regulatory overhang of the former SEC coming to an end, and the market is maturing to address the needs of traditional finance,” said Brad Garlinghouse, CEO of Ripple.
Long sagte, dass das jährliche Volumen von 3 Billionen $, das Hidden Road erreicht, beiden Unternehmen helfen wird, Institutionen durch ein reguliertes und etabliertes Gemeinschaftsunternehmen in den Kryptowährungssektor zu bringen.
Die Plattform von Hidden Road wird Ripples kürzlich eingeführte Stablecoin, RLUSD, als Sicherheit in ihren Prime-Brokerage-Diensten nutzen.
Separat hob Long das Ende der Klage zwischen Ripple und der SEC hervor und sagte, es sei eine 'große Erleichterung' und werde es dem Unternehmen ermöglichen, weiterzumachen und seine Geschäftstätigkeiten auszuweiten.
Auf die Frage nach einem Börsengang, etwas, das CEO Brad Garlinghouse in der Vergangenheit ein paar Mal angesprochen hat, schien Long viel weniger überzeugt als der Geschäftsführer. Sie sagte, Unternehmen wollen typischerweise an die Börse gehen, um mehr Sichtbarkeit und tiefere Liquidität zu erlangen, während Ripple keines von beidem benötige.
Folglich werde sich das Unternehmen zunächst auf den Aufbau eines privaten Geschäfts konzentrieren. Dennoch schloss sie die Möglichkeit eines Börsengangs in der Zukunft nicht aus, wenn sich die Marktbedingungen änderten oder das Unternehmen zusätzliches Kapital und Liquidität benötigte.

