Richterspruch bringt PDVSA in Bedrängnis: Umstrittene Anleihen bestätigt
In einem fürf die venezolanische Staatsölgesellschaft PDVSA nachteiligen Urteil hat ein US-Richter die Gültigkeit der 2020 ausgegebenen Anleihen der Gesellschaft bekräftigt. Die ohnehin bereits in finanzielle Schieflage geratene PDVSA hatte versucht, die Rechtmäßigkeit der Anleihen in Frage zu stellen, die aufgrund eines Zahlungsausfalls nicht bedient wurden.
Das Urteil kommt nun einem weiteren Rückschlag gleich. Von besonderem Interesse ist, dass die umstrittenen Anleihen durch einen Mehrheitsanteil am US-amerikanischen Raffinerieunternehmen Citgo gesichert sind, welches sich im Besitz von PDVSA befindet. Die Zahlungsunfähigkeit von 2019 brachte Citgo erheblich unter Druck, da Gläubiger deren Übernahme anstreben könnten, um ihre Verluste auszugleichen.
Die Entscheidung wurde von der US-Bezirksrichterin Katherine Polk Failla in Manhattan getroffen. Bereits 2020 hatte sie die Anleihen für gültig erklärt, jedoch war ein weiterer Überprüfungsprozess aufgrund eines Appellationsgerichtsurteils notwendig geworden. Parallel dazu wurde in Delaware ein Verfahren zur Versteigerung von Anteilen an Citgos Muttergesellschaft für andere Gläubiger eröffnet, das vorübergehend ausgesetzt wurde, um Raum für die Bewertung von Faillas Urteil zu schaffen.

