Rheinmetall trotzt Zollangst und steigt im Dax auf
Die Aktien von Rheinmetall erfuhren am Donnerstag eine zeitweilige Unsicherheit aufgrund von Zollbedenken, doch diese war nur von kurzer Dauer. Der anfängliche Rücksetzer unter den 21-Tage-Durchschnitt wurde schnell durch den anhaltenden Optimismus der Investmentbank Exane BNP Paribas aufgefangen. Der Optimismus beflügelte die Titel des Rüstungskonzerns, nachdem Exane BNP Paribas für den Sektor insgesamt eine Rally prognostiziert hatte. Im Gegensatz dazu wurden die Unternehmen Renk und Hensoldt von Exane herabgestuft.
Zunächst verzeichneten die Rheinmetall-Aktien einen Rückgang von bis zu 2,6 Prozent, doch im Laufe des Tages avancierten sie zu den zweitstärksten Gewinnern im Dax. Am Morgen schien es noch so, als könnten die Aktien dem Druck durch die von Donald Trump vorgestellten Zollmaßnahmen nachgeben.
Sebastian Growe, Analyst bei Exane, bestätigte Rheinmetall als seinen "Top Pick" und hob das Kursziel auf das rekordverdächtige Niveau von 1500 Euro an. In einem positiven Szenario traut Growe der Aktie sogar eine weitere Steigerung um mehr als 35 Prozent zu. Seit der russischen Invasion in die Ukraine haben die Aktien von Rheinmetall bereits erheblich an Wert gewonnen und sich seit 2025 mehr als verdoppelt.
Im Gegensatz dazu bewertete Growe Renk auf "Neutral" und Hensoldt erhielt die negative Einschätzung "Underperform". Er betonte die Notwendigkeit einer kritischeren Auswahl innerhalb der Branche. Für Hensoldt sieht Growe ein Kursziel von 58 Euro, was unter dem aktuellen Kurs von 62 Euro liegt. Renk wurde ein Ziel von 46 Euro zuerkannt, was dem derzeitigen Kursniveau entspricht.

