Rheinmetall eröffnet neues Munitionswerk in Unterlüß: Eine strategische Investition für Europas Sicherheit
Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat in Unterlüß, Niedersachsen, ein neues Werk für Artilleriemunition eröffnet, das die Führungsposition des Unternehmens als bedeutender Lieferant von 155-Millimeter-Geschossen stärken soll. Die Eröffnung fand im Beisein von bedeutenden Persönlichkeiten wie Nato-Generalsekretär Mark Rutte und den deutschen Ministern Lars Klingbeil und Boris Pistorius statt. Der Produktionsstart markiert einen wichtigen Schritt in der Rüstungsindustrie, mit einer geplanten Steigerung der Produktion von 25.000 Geschossen in diesem Jahr auf 350.000 bis 2027, die eine Reichweite von bis zu 40 Kilometern haben.
Rheinmetall plant, an verschiedenen Standorten insgesamt 1,5 Millionen Schuss pro Jahr bis 2027 zu produzieren—das Doppelte der aktuellen Kapazität. Das neue Werk sowie ein geplantes Raketenmotorenwerk, das 2026 den Betrieb aufnehmen soll, erfordern eine Investition von etwa 500 Millionen Euro. Diese Initiativen werden 500 neue Arbeitsplätze schaffen, 350 davon in Unterlüß selbst, wo Rheinmetall bereits eine lange Tradition hat.
Armin Papperger, der Vorstandsvorsitzende von Rheinmetall, lobte die politische Unterstützung und die gegebene Handschlagqualität, insbesondere von Verteidigungsminister Pistorius. "Es war nicht einfach, ohne feste Aufträge zu investieren", sagte er, doch inzwischen sei die Nachfrage nach der Munition durch den Ukraine-Krieg drastisch gestiegen. Pistorius unterstrich die zentrale Rolle der 155-Millimeter-Geschosse und die Bedeutung der neuen Werkproduktion für die Verteidigungsfähigkeiten der Bundeswehr und ihrer Alliierten.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte betonte die Wichtigkeit von Rheinmetall für die westlichen Armeen. Er zeigte sich zufrieden über die gesteigerte Rüstungsproduktion angesichts der Bedrohung durch Russland. Vizekanzler Klingbeil sah die Werkseröffnung als Beispiel für die Stärkung der deutschen Rüstungsindustrie. Diese Initiativen senden ein klares Signal der Ernsthaftigkeit an Wladimir Putin und die Welt.

