Rheinmetall beflügelt Aktienmarkt mit ehrgeizigen Mittelfristzielen
Die ehrgeizigen Mittelfristziele von Rheinmetall für das Jahr 2030 haben der Aktie des Unternehmens am Dienstag frischen Auftrieb verliehen, obwohl der Gesamtmarkt schwächelte. Die Wertpapiere des Rüstungskonzerns aus Düsseldorf verzeichneten zeitweise einen deutlichen Zuwachs von 4,7 Prozent und erreichten vorübergehend einen Kurs von über 1.804 Euro. Allerdings ließ das anfängliche Kaufinteresse im weiteren Verlauf etwas nach, wodurch der Kurs die wichtige 100-Tage-Linie, einen mittelfristigen Trendindikator, nicht überwinden konnte. Nichtsdestotrotz hielten sich die Aktien gegen Mittag mit einem Plus von rund 3 Prozent innerhalb ihrer aktuellen Handelsspanne.
Rheinmetall zeigt sich optimistisch und peilt bis 2030 einen Umsatz von rund 50 Milliarden Euro an, während gleichzeitig die Profitabilität steigen soll. Für das Jahr 2025 wurde die Prognose, die kürzlich im Zuge der Quartalsberichte bestätigt und mit 'mindestens' ergänzt wurde, auf 12,2 bis 12,7 Milliarden Euro festgesetzt. Branchenanalysten begrüßten die neuen Pläne und erkennen einen notwendigen Anpassungsbedarf bei den vorhandenen Markterwartungen. So hebt David Perry von JPMorgan hervor, dass die Mitte der neuen Prognosespanne für das operative Ergebnis (EBITA) 2030 rund 18 Prozent über den bisherigen Konsensschätzungen liegt. Auch Chloe Lemarie von Jefferies spricht von starken Zukunftsaussichten.
Während Perry die Anlagestory von Rheinmetall als einzigartig bezeichnet, glaubt er, dass dieses Signal auch positive Impulse für die Konkurrenz in der Rüstungsindustrie setzen könnte. Die jüngste Kurskorrektur seit Ende September wird dabei ebenfalls berücksichtigt. Unter den Unternehmen des MDax konnten sich die Aktien des Radar-Spezialisten Hensoldt und des Panzergetriebe-Herstellers Renk nach anfänglichen Kursverlusten stabilisieren und gehörten trotz geringerer Veränderungen zur Spitzengruppe.

