Rezession im Vertrauen: US-Immobilienmarkt verliert an Attraktivität
Die Anziehungskraft des amerikanischen Immobilienmarkts scheint unter europäischen Investoren zu schwinden. Eine aktuelle Umfrage unter fast 600 Teilnehmern der bedeutenden Immobilienmesse Expo Real in München offenbart einen dramatischen Rückgang im Vertrauen: Nur noch 45 Prozent der Befragten betrachten die USA als zukünftig wichtigen Markt für Immobilien, verglichen mit fast 67 Prozent im Vorjahr, so der Geschäftsführer der Messe München, Stefan Rummel. „Das Vertrauen in die USA hat gelitten“, erklärte Rummel.
Die Expo Real, ein zentraler Treffpunkt der Branche, findet jährlich im Herbst statt und gilt neben der Mipim in Cannes als eine der wichtigsten Immobilienmessen Europas. Die Umfrageergebnisse basieren auf der Sichtweise von 579 Teilnehmern, darunter sowohl Fachleute als auch Aussteller.
Zwar wurden die genauen Gründe für den Vertrauensverlust nicht erhoben, jedoch dürfte die politische Lage eine Rolle spielen. Der US-Gewerbeimmobilienmarkt war bereits vor der Präsidentschaft von Donald Trump in schwierigen Gewässern. Doch die unvorhersehbare poltische Kommunikation und Entscheidungen der Trump-Regierung trugen zur allgemeinen Verunsicherung an den Finanzmärkten bei. Gleichzeitig vermochten europäische Börsen in der ersten Jahreshälfte eine festere Performance zu zeigen als die US-amerikanischen Märkte.
Diesen Oktober öffnet die Expo Real erneut ihre Tore und erwartet mehr als 1.750 Aussteller vom 6. bis 8. Oktober.

